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The Settlers Alliance Posts

[Com] Zeit für Nostalgie: Eine Reise durch die Geschichte – Teil 2

Als wir beim letzten Mal mit „Und das war nur ein kleiner Ausschnitt aus all den Geschichten …“ geschlossen haben, war das nicht nur einfach so dahergeredet. Und wie ihr bemerkt habt, haben wir die anderen Teile der Reihe bisher noch nicht einmal angeschnitten. Schnappt euch also eine Tasse Kaffee oder Tee und reist mit uns ins Jahr 2001, dem Jahr, in dem Die Siedler IV auf den Markt kam.

Der Schritt von III auf IV war nicht so groß wie der vorherige, dennoch wurden ein paar Verbesserungen und Änderungen vorgenommen und einige völlig neue Völker eingeführt. KeepCalmCarry92 erinnert sich:

Das war ein irrig toller und lustiger Zusatz mit dem dunklen Volk, glaube es waren 15 Einzelspielmissionen, die Handel- , Such- und Kampfmissionen beinhalteten. Außerdem wieder wunderschöne Intros, wenn ich an den – glaub Morpheus hieß er – danke, der auf die Erde verbannt wurde und es gewohnt war auf dunklen Flecken zu wandern. Das wurde mein Lieblingsspiel, wenn es auch die Siedler III nur ganz knapp von Platz 1 verdrängte.

Und da es sich um die frühen 2000er handelte und sich das Internet immer größerer Beliebtheit erfreute, wurde eins immer mehr zu einer Sache, die die Leute miteinander verband: der Aufbau von Online-Communitys. Natürlich gab es damals schon den Online-Multiplayermodus, auch wenn das zu der Zeit bei Weitem noch nicht mit dem heutigen Ausmaß zu vergleichen war. Aber das Internet ist auch hauptsächlich ein Ort zum Kommunizieren, um sich über Hobbys auszutauschen und um nach Hilfe oder um Rat zu fragen. PennyUK hat uns diese Geschichte über Die Siedler IV erzählt:

Nach ein paar Tagen hatte ich ein Problem mit dem Spiel und keine Ahnung, wie ich es lösen sollte. Ich konnte nur hoffen, online etwas zu diesem Bug zu finden. Das Internet markiert einen Wendepunkt für mich. Meine Familie würde jetzt wahrscheinlich zustimmen, wenn auch aus anderen Gründen 😉

Ich stolperte über BBGC (Blue Byte Game Channel) und fand eine Community von Gleichgesinnten. Diese Multiplayer-Spiele waren mir bis dato völlig unbekannt, und ich wusste schon gar nicht, dass es für die Spiele tatsächlich Chatrooms gab. Wow. Da gab es viel zu lernen, und in den nächsten Jahren habe ich tatsächlich viel gelernt. Ich habe Tag und Nacht im BBGC verbracht und einfach nur mit anderen aus aller Welt gechattet. Mit der Zeit hatte ich genügend Selbstvertrauen aufgebaut, um gegen andere zu spielen.

Und wenn man die vielen Kommentare, Antworten und Vorschläge für das neue Siedler-Spiel liest und die Aufregung bezüglich der History Collection mitbekommt, wird einem schnell klar, dass sie nicht die Einzige ist, die diese Erfahrung gemacht hat.

Das Spiel alleine führte schon lange vor der Zeit der sozialen Medien und Discord zu verschiedenen kleineren Spielgruppen in verschiedenen Sprachen. Community-Websites tauchten auf, in denen das kollektive Wissen der Siedler-Community dem gesamten Internet zur Verfügung gestellt wurde. Als dann Spiele wie Die Siedler III auch noch einen Karteneditor enthielten, kamen noch mehr Websites und Foren dazu, noch mehr Wissen wurde geteilt.

KeepCalmCarry92: Als Schlusspunkt zu diesem Teil möchte ich noch der Community danken, die später selbsterstellte Karten hierzu veröffentlicht haben, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beinhalteten und die teilweise eine große Auswahl an persönlichen Einstellungen zuließen. Ich spreche hier von meinen späteren Lieblingskarten, wie z.B. 6-er Metzel […] und Einherjer und die jeweiligen Völkermissionen Athos, Athene, Cleopatra, Caesar, welche wirklich eine Herausforderung waren. Vielen, vielen Dank für diese tollen Karten und tollen Stunden, die ich auf diesen Karten spielen durfte!!!

Wenden wir uns jetzt dem 5. Teil der Reihe zu, der einen ordentlichen Schritt in eine andere Richtung markierte, wenn man die verschiedenen Mechaniken betrachtet: Die Siedler konnten viel direkter gesteuert werden, Helden und eine Story-betonte Einzelspielerkampagne wurden eingeführt. Außerdem wurden die Grafiken in „Das Erbe der Könige“ etwas düsterer und realistischer. Viele Veteranen betrachteten dies als einen massiven Bruch mit der Originalreihe und dem „Erbgut“, dafür gewann dieser Teil jedoch neue Fans wie Melon:

Ich habe einige wunderbare Erinnerungen. Zum Beispiel die Folklung-Mission, sie war etwas eigenartig, da man nichts tun musste, um die Burg zu verteidigen. Aber wenn man mal eine starke Armee aufgebaut hatte und den Gegner überrannte, das war einfach toll.

Und natürlich waren die Texte beim Rekrutieren der Soldaten einfach super lustig: „Wie soll ich mich konzentrieren, wenn du mich kitzelst!“ oder „Ich schwöre, ich habe gerade einen Elefanten auf dem Baum da gesehen.“ Außerdem hatten wir die krassen Missionen der Erweiterung, vor allem die mit den Scharfschützen. Man musste die eigene Festung gegen unzählige Wellen gegnerischer Monster verteidigen. Ich bin total oft nur wegen einer neuen krassen Welle gescheitert und das hat mich echt total wütend gemacht, aber das war eine der besten Missionen, die ich je gespielt habe.

Zwei Jahre später wurde „Aufstieg eines Königreichs“ veröffentlicht, welches sich viele Jahre nach „Das Erbe der Könige“ abspielt. Es galt wieder Helden zu steuern, aber ansonsten brachte dieser Teil etwas vom „Gewusel“ zurück, für das die Reihe so bekannt war, oder, wie Mopster es formuliert: „Der 6. Siedler-Teil war ein Schritt zurück in die richtige Richtung, aber an die kleinen Sektoren musste man sich gewöhnen.“

Auch in Die Siedler 7 (2010) wurde die Karte in Bereiche aufgeteilt, aber dazu kommen wir später noch einmal. Mit dem 6. Teil kam etwas aus den ganz frühen Spielen wieder zurück, wenn auch in geringfügig anderer Form: Straßen! Durch den Bau von Straßen wurde die Geschwindigkeit erhöht, mit der sich die Siedler bewegten, und durch Gebäudeverbesserungen wurde zum Beispiel die Nutzung von Schubkarren ermöglicht.

Außerdem war der generelle Aufbau der Siedlungen anders: Früher fühlte man sich ganz dem Namen nach wie ein Kolonist. Die Siedlungen wurden von Grund auf erstellt und es wurde das Gefühl vermittelt, man würde einen Notaußenposten aufbauen, um die Reise oder Mission fortsetzen zu können.

In „Aufstieg eines Königreichs“ begann man zum ersten Mal mit einer fertigen Stadt. Man konnte sie mit einer Mauer umschließen und auf diese Weise klar zwischen den grundlegenden Produktionsgebäuden (Holzfäller, Jäger, Bergarbeiter) vor der Stadt und der Weiterverarbeitung wie Käserei, Weberei in ihrem Inneren unterscheiden.

In Die Siedler 7 wurden jetzt die Bereiche aus dem 6. Teil wieder aufgenommen und verschiedene Siegespraktiken hinzugefügt. Das führte bei diesem Titel zu einer aktiven, manchmal direkt erbitterten Multiplayer-Szene, wie muGGeSTuTz am eigenen Leib erfahren durfte:

Ich getraue mich also mal so spontan in ein 2vs2 und denk´ mir nix gross … alle chatten English wäre nicht so das Problem … und die Teams werden erstellt, das Spiel beginnt.
Nach gefühlten 5-10min. schreibt mich mein Teampartner an: „Send me Beer!!!“ … und ich so: „Guiness or Blonde? Cheers!“ mit ’nem Smilie hintendran… ich meine, ich hatte ja noch nichtmal eine Brauerei…

Ich glaube ich war da in eine Session von ultimativen Hardcore Teamsiedlern geraten, und in solchen würde man vermutlich die „Ressourcen-Wirtschaft“ sich gegenseitig effiziiert spielen – was ich aber nicht kannte. Nix von „jedem seine Siedlung“ – Nein: Industriezeitalter – hehe, oder so.

Nun, dies war dann ein eher kurzes Spiel, weil ich schlicht keinen „Plan“ davon hatte, wie man sich gegenseitig so organisiert hätte „pushen“ können.

Ich spiele es seither eher wieder ehm … „normal“ ?

Vielen von euch wurde in den letzten Wochen bestimmt klar: „Die Siedler“ ist eine Reihe von relativ ruhigen Aufbaustrategiespielen, man kann sich Zeit lassen und muss sich nicht beeilen wie in anderen Spielen. Wenn man aber gleichzeitig ein schnelleres Spiel mit mehr Wettbewerb erleben wollte, bot sich die Gelegenheit eindeutig ebenfalls.

Mit diesem kurzen Blick auf den Multiplayer-Modus von Die Siedler 7 nähern wir uns bereits dem Ende unserer kurzen Nostalgiereise. Wir haben festgestellt, dass mit allen Spielen der Siedler-Reihe positive Erinnerungen verbunden sind, und das trotz der unbestreitbaren Änderungen im Laufe der Jahre, weshalb Spieler unterschiedliche Favoriten wählten.

Vielen Dank, dass ihr eure Geschichten und euren tollen Enthusiasmus bezüglich der History Collection und dem neuen von uns angekündigten „Die Siedler“ mit uns geteilt habt. Wir freuen uns, in den nächsten Wochen und Monaten mehr „Siedler-Kram“ mit euch zu besprechen und vielleicht sogar das eine oder andere Multiplayer-Spiel zu spielen.

Wie hat euch diese Nostalgiereise gefallen? Erfreut ihr euch bereits der History Collection?

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Interview: Keralis

Wir haben uns mit Keralis zusammengesetzt, er macht nicht nur YouTube-Videos zu Strategie- und Aufbauspielen, sondern ist auch ein „Die Siedler“-Fan. Wir haben ihm eine Menge Fragen zu seinem Kanal und seinem persönlichen „Die Siedler“-Werdegang gestellt. Er stellt sich selbst vor, also stürzen wir uns direkt ins Interview!

Hallo, Keralis, ich hoffe, es geht dir gut. Es ist uns eine Ehre, dich heute interviewen zu dürfen. Fangen wir für die Leute, die dich noch nicht kennen, am besten mit den „Standardfragen“ an: Wer bist du und worum geht‘s bei dieser YouTube-Nummer?

Mein Name ist „Keralis“, und ich bin ein 37-jähriger YouTube-Content-Produzent aus Schweden mit polnischen Wurzeln. Ich spiele eine Vielzahl von Spielen, aber meine Leidenschaft sind kreative, Strategie-, Stadtbau- und Simulationsspiele. Zum Beispiel Anno, Cities: Skylines, Planet Coaster oder Tropico, um nur einige zu nennen.

„Diese YouTube-Nummer“ ist eine verrückte Art, etwas mit anderen zu teilen, eine Community aufzubauen und sogar seinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Viele meiner Freunde können kaum nachvollziehen, warum jemand anderen Leuten beim Spielen von Videospielen zuschaut und diese dann sogar Geld damit verdienen. Es ist schwer zu erklären, aber ich schätze, dass viele einfach keine Lust mehr auf die Mainstream-Medien haben und sowohl YouTube als auch Twitch hervorragend für „Zweiweg-Kommunikation“ geeignet sind. Die Zuschauer fühlen sich als Teil von etwas, und dieses Gefühl bietet ihnen das klassische Fernsehen selten.

Wann hast du angefangen, Inhalte für YouTube zu produzieren? Wie ging es los?

Ich habe vor etwa sieben Jahren angefangen, YouTube-Videos zu produzieren. Damals hatte ich nicht die Absicht, dem Kanal zu Wachstum zu verhelfen oder ein Publikum für meine Videos zu gewinnen. Das war alles ein glückliches, kleines Versehen.

Die Geschichte begann, als der Battlefield-Klan, dem ich angehörte, einen Minecraft-Server für die Community kaufte und viele der Spieler statt dieses intensiven und erwachsenen First-Person-Shooters plötzlich in einer friedlichen Welt mit Blöcken bauten. Zu Beginn war ich äußerst skeptisch, aber da ich schon immer eine Leidenschaft für Lego hatte, gab ich nach und schloss mich den anderen an. Ich baute ein riesiges Minecraft-Hotel und wollte es im Community-Forum zeigen. Also nahm ich ein Video auf, lud es bei YouTube hoch und postete den Link im Forum. Als ich einige Monate später bei YouTube herumstöberte, bemerkte ich, dass mein Minecraft-Hotel-Video über 100.000 Views hatte. Und das war der Startschuss! Ich begriff, dass es vielleicht möglich war, Videospiele zu spielen und ein Publikum daran teilhaben zu lassen. Nie hätte ich mir träumen lassen, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber genau das ist nun seit sechs Jahren der Fall.

Aktuell geht es auf deinem Kanal vor allem um Strategie-, Aufbau und Simulationsspiele. Früher hast du Videos über The Witcher 3 oder Sniper Elite 4 gemacht. Hast du dich aktiv für andere Inhalte entschieden oder hat das eher etwas mit deiner Stimmung zu tun?

Ich träume davon, viele verschiedene Spiele zu teilen, aber wenn man basierend auf bestimmten Spielgenres eine Community aufgebaut hat, ist das schwierig. Ich war schon immer recht kreativ und teile diese Seite von mir mit meiner Community, indem ich Video-Tutorials hochlade oder einfach ansprechende Dinge zeige, die ich in verschiedenen Spielen geschaffen habe. Natürlich bilden der Bau einer realistischen Stadt in Cities: Skylines und eine Kill-Montage in Sniper Elite 4 einen ziemlichen Gegensatz, aber letztendlich poste ich, was mir Spaß macht.

Wir haken nach: Gibt es Spiele, die du privat spielst, aber nicht auf deinem Kanal zeigst? Oder gibt es vielleicht sogar ganze Genres (zum Beispiel … Rennspiele), die du ausschließlich privat spielst?

Tatsächlich spiele ich eine Reihe von Spielen, die ich nicht mit meinen Zuschauern teile. Ihr habt in der vorherigen Frage The Witcher 3 erwähnt. Das war eines dieser Spiele, bei denen ich überlegt habe, ob ich eine Videoreihe dazu mache oder nicht. Das Spiel hat so viel Tiefgang, und im Spiel gibt es so viele Bücher, die die Hintergrundgeschichte erzählen.

Das Publikum würde sich zu Tode langweilen, wenn ich all das lese, aber für mich hat dieser Hintergrund etwas Magisches. Also habe ich eine für YouTube geeignete Reihe gemacht. Im Anschluss habe ich das Spiel dann für mich selbst erneut gespielt und nur für das Lesen aller Hintergrundinfos viermal so lange gebraucht. Ich habe auch einen schrägen Hang zu Fußballmanager-Spielen. Das hat auf dem Amiga 500 angefangen und zieht sich bis heute durch.

Deine Inhalte basieren zum größten Teil auf Einzelspielermodi. Wie wichtig ist dir der Multiplayer in einem (Aufbau-)Strategiespiel? Spielst du irgendwelche Spiele, über die du Videos machst, im Multiplayer?

Ja, ich produziere zum Großteil Einzelspielerinhalte, aber der Multiplayer ist durchaus wichtig und macht auf jeden Fall Spaß! Wie könnte ich all die Netzwerkpartys meiner Jugendzeit vergessen, auf denen Age of Empires und Warcraft gespielt wurden? Allerdings habe ich diese Spiele in letzter Zeit kaum gespielt, und meine letzte Multiplayer-Videoreihen habe ich zu ARK: Survival Evolved und Conan Exiles gemacht. Bei denen ging es mir allerdings hauptsächlich um kreativen Basisbau. Allerdings wäre ich super gerne Teil einer Aufbaustrategiereihe mit anderen YouTubern. Zum Beispiel wäre es der Wahnsinn, Anno 1404 im Multiplayer zu zocken

Wie du dir wahrscheinlich schon gedacht hast, kommen wir hier um das Thema „Die Siedler“ kaum herum. 😉

Beginnen wir also mit der naheliegendsten Frage: Welches „Die Siedler“-Spiel war dein erstes?

Mein erstes „Die Siedler“-Spiel bekam ich 1993 für den Amiga 500 zu Weihnachten!
Im Jahr darauf kauften wir unseren ersten PC, und Die Siedler war eines der ersten Spiele darauf!

Das weckt Erinnerungen! Da ich als Einzelkind aufgewachsen bin, habe ich viele Stunden mit Computerspielen verbracht!

Da du mit der Reihe ja ziemlich vertraut bist: Welche drei Dinge verbindest du mit „Die Siedler“?

  1. YEP! Die YEPs, der fantastische mittelalterliche Soundtrack und das Vogelgezwitscher sind einfach unvergesslich! (Die Siedler, 1993)
  2. Die niedlichsten Armeen, die jemals durch die Spielwelt gewuselt sind! Besonders die Römer in Die Siedler 3.
  3. Städtebau!

Erst vor wenigen Monaten haben wir einen neuen Titel der Reihe angekündigt. Über welchen Aspekt des neuen „Die Siedler“-Spiels möchtest du mehr erfahren, beziehungsweise welcher Aspekt interessiert dich am meisten?

Mich interessiert kein bestimmter Einzelpunkt, da das gesamte Spiel im gamescom-Trailer und im Prä-Alpha-Gameplay-Material großartig aussieht. ICH WILL DAS SPIEL! SOFORT! Bitte lasst mich nicht warten. Es tut weh! PS: Das bezieht sich auch auf ANNO 1800!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast, Keralis. Wir freuen uns, dich bei uns zu haben. 🙂

Und wenn ihr, liebe Fans, diesem wunderbaren Herrn beim Zocken zusehen wollt, besonders bei Die Siedler 1, dann schaut euch seinen Kanal an und lasst ihm ein Abo da:

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[Guide] Die Siedler III History Edition

Habt ihr jemals mit dem Gedanken gespielt, euch ins Universum von Die Siedler zu stürzen? Diese kleine Anleitung für Die Siedler 3 – History Edition wird euch beim Aufbau eurer ersten Siedlung helfen.

Minikarte:

In der oberen linken Ecke eures Bildschirms wird eine Übersichtskarte in Form eines Parallelogramms angezeigt. Ihr werdet darin ein kleines erkundetes Gebiet sehen, das von einer punktierten weißen Linie begrenzt wird. Dieser Bereich stellt den Teil des Kontinents dar, den ihr am Anfang des Spiels besiedeln könnt. Der Rest liegt im Nebel des Krieges verborgen und bleibt schwarz, bis ihr das Gebiet kolonisiert oder erkundet habt, wobei ihr mit Letzterem direkt beginnen könnt.

Kolonisieren bedeutet, euer Gebiet so aufzubauen, dass ihr eine funktionierende Gesellschaft für die Siedler schafft. Das bedeutet wiederum, dass ihr entscheidet, welche Werkzeuge und Waffen benötigt werden, mit wem ihr handeln möchtet und wer als Verbündeter infrage kommt. Alle diese Aktionen und noch viele weitere können über das Steuerungsmenü unter der Übersichtskarte initiiert werden.

Baumenü:

Wenn ihr auf das Haus-Symbol (erste Reihe, links) klickt, landet ihr im Baumenü, wo ihr alle Gebäude vorfindet, die eurer Kolonie zur Verfügung stehen.

Verteilungsmenü:

Wenn ihr auf das Güter-Symbol (erste Reihe, Mitte) klickt, öffnet sich das Verteilungsmenü, in dem ihr alle Feineinstellungen vornehmen könnt, die manchmal für eine erfolgreiche Kolonisierung notwendig sind. Welche Werkzeuge und Waffen sollen als Nächstes produziert werden? Wer erhält zuerst Kohle oder Brot? Um all diese Angelegenheiten könnt ihr euch in diesem Menü kümmern.

Statistik-Menü:

Wenn ihr auf das Siedler-Symbol (erste Reihe, rechts) klickt, öffnet sich das Statistik-Menü. Hier seht ihr, über wie viele Priester, Soldaten, Pioniere usw. ihr verfügt. Ihr könnt einstellen, wie viele Träger oder Bauarbeiter es geben soll, und Geologen und Diebe rekrutieren. Außerdem könnt ihr hier eure Soldaten aufstufen.

Ein paar Tipps für Anfänger:

Damit eure Kolonie blühen und gedeihen kann, müsst ihr die verschiedensten Dinge herstellen. Die Siedler benötigen Baumaterialien, um ihre Häuser und Arbeitsstätten errichten zu können. Um sicherzustellen, dass ihr noch genügend Baumaterialien habt, wenn euer Anfangsvorrat aufgebraucht ist und damit ihr eure weiteren Baupläne verwirklichen könnt, braucht ihr eine Holzfällerhütte, einen Steinbruch und einen Förster sowie eine Sägemühle.

Wenn eure Kolonie im Laufe der Zeit größer und kultivierter wird, werdet ihr natürlich Eisen und Kohle haben wollen, um weitere Werkzeuge und Waffen herstellen zu können. Euer Anfangsvorrat geht irgendwann zur Neige. Dafür benötigt ihr Minen, Schmelzhütten, Werkzeug- und Waffenschmieden. Und natürlich müssen die Bäuche gefüllt sein. Eure Bergleute arbeiten hart, aber nicht, wenn sie Hunger haben. Mit dem Bau von Getreide- und Schweinefarmen, Mühlen, Schlachtereien und Bäckereien beugt ihr einem eventuellen Arbeitsstillstand vor.

Um handeln zu können, benötigen eure Siedler Schiffe und Karawanen. Dafür müsst ihr Werften, Anlegestellen, Eselzuchten und Marktplätze bauen. Wie ihr sehen könnt, wird eure Kolonie immer vielseitiger. Aber das war noch nicht alles. Um diese neuen Arbeitsstätten zu besetzen, benötigt ihr mehr Siedler. Das erreicht ihr nur, indem ihr weitere Wohnhäuser errichtet. Dann müsst ihr euer Gebiet natürlich beschützen und erweitern oder gegnerisches Gebiet einnehmen, indem ihr Militärgebäude des Gegners erobert. Zusätzliche Soldaten sind für diese Zwecke unerlässlich, und aus diesem Grund werdet ihr Wachtürme, Kasernen und vielleicht die eine oder andere Burg bauen.

Um das alles kümmern sich eure Siedler. Wir haben die wichtigsten hier angeführt, was sie tun und welches Werkzeug sie benötigen:

Träger: (Kein Werkzeug)

All die Waren müssen irgendwie von ihrem Herstellungsort zu ihrem Bestimmungsort gelangen. Platziert eure Gebäude nicht zu weit voneinander entfernt – den Trägern ist ohnehin schon eine ordentliche Last aufgebürdet worden.

Planierer: (Schaufel)

Bevor ein Gebäude in die Höhe schießen kann, muss der Boden erst vorbereitet werden, und je schwieriger das Terrain, desto länger dauert es, bis der eigentliche Bau beginnen kann.

Minenarbeiter: (Spitzhacke)

Die Minenarbeiter sorgen dafür, dass immer Metall und Gold für die Schmelzer und genügend Kohle für die Werkzeug- und Waffenschmieden zur Verfügung steht. Wenn sie ihr Lieblingsessen erhalten, sind sie länger satt und verlangen die nächste Portion erst nach längerer Zeit. Gold- und Edelsteinminenarbeiter mögen Fisch am liebsten. Für die robusten Eisenminenarbeiter ist Fleisch das einzig Wahre. Arbeiter in den Kohlenminen begnügen sich mit Brot, und die Schwefelminenarbeiter sind ganz verrückt nach Reis.

Bauarbeiter: (Hammer)

Wenn genügend Holz und Steine vorhanden sind, hämmert der Bauarbeiter den ganzen Tag lang vor sich hin.

Spion: (Kein Werkzeug)

Eure Spione sammeln wertvolle Informationen über die Position und Aktivitäten eventuell feindlich gesonnener Siedler in der Nachbarschaft. Außerdem können sie den Gegner um wertvolle Rohstoffe erleichtern.

Hier folgen einige allgemeine Richtlinien, die für den Aufbau einer blühenden Kolonie unverzichtbar sind:

  • Errichtet Gebäude, die Baumaterialien produzieren, damit diese nicht zur Neige gehen.
  • Baut Wohnhäuser, um genügend Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben.
  • Vergrößert euer Gebiet mit Wachtürmen oder Burgen.
  • Sorgt mit Farmen, Bäckern und Schlachtereien für genügend Nahrung und vergesst nicht auf Fische und Alkohol.
  • Lasst eure Geologen nach natürlichen Rohstoffen suchen. Ihr könnt dann Minen und Schmelzereien bauen, um eure Werkzeug- und Waffenschmieden zu beliefern.
  • Errichtet eine oder mehrere Kasernen zum Rekrutieren von Soldaten.
  • Erweitert euer Gebiet. Handelt und erobert gegnerisches Gebiet, indem ihr gegnerische Wachtürme und Burgen besetzt. Herrscht über die Meere und erobert andere Inseln mit euren Schiffen.
  • Haltet eure Priester auf Trab, indem ihr Tempel baut und genug Alkohol für die Götter lagert.

Da dies nur eine Einführung in die Welt von Die Siedler 3 – History Edition ist, sind wir gespannt, was ihr zu sagen habt. Habt ihr irgendwelche Tipps, die ihr mit anderen Spielern teilen möchtet? Sucht ihr nach einem Multiplayer-Spiel? Teilt es uns in den Kommentaren unten mit.

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The Settlers History Collection Release

Die Die Siedler History Collection wurde heute veröffentlicht!
Zum 25-jährigen Jubiläum der Die Siedler-Reihe erscheinen alle 7 Teile als HISTORY EDITION. Alle Teile der Serie erscheinen als Gold-Versionen jeweils im kompletten Umfang mit allen Add Ons und Erweiterungen. Alle Spiele sind für moderne Computersystem optimiert und und beinhalten eine Reihe von Verbesserungen.
Die vollständige Liste aller Verbesserungen findet ihr hier.

Die History Editionen sind sowohl einzeln, als auch in einer Sammlung, der Die Siedler History Collection im Ubisoft Store erhältlich.

Unterhalb findet ihr die vollständigen Systemanforderungen für die History Collection:
OPERATING SYSTEM: Windows®7 SP1, Windows 8.1, Windows 10 (64-bit versions only)
PROCESSOR: 64-bit CPU
RAM: 2 GB (4 GB recommended)
DIRECT® X: DirectX 11
SOUNDCARD: DirectX 11-compliant sound card
VIDEO CARD: 256 MB DirectX 11–compliant card with Shader Model 4.0 or higher
HARD DISK: 25 GB
PERIPHERAL SUPPORTED: Windows-compliant keyboard and mouse
MULTIPLAYER: Broadband Internet connection with 128kbps up stream or faster.

*SUPPORTED VIDEO CARDS AT TIIME OF RELEASE:
NVIDIA GeForce 8 / 9 / GT / GTS / GTX series (Recommended: NVIDIAGeForce GTX260)
ATI RADEON HD 2000 / HD 3000 / HD 4000 / HD 5000 series (Recommended: AMDRadeon HD4870)

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[Com] Zeit für Nostalgie: Eine Reise durch die Geschichte – Teil 1

In den letzten Wochen ist klar geworden, dass seit der Ankündigung auf der gamescom, die Vorstellung eines perfekten „Die Siedler“ bei jedem etwas anders aussieht.

Eure Erlebnisse und die Erinnerungen, die haften geblieben sind, sind sehr unterschiedlich, immer positiv und werden von jedem von euch als „typisch für Die Siedler“ angesehen.

Mit der Veröffentlichung der History Collection, also der Wiederveröffentlichung aller großen Spiele der Reihe, die wir alle lieben, haben wir uns dazu entschlossen, einige von euch nach euren bewegendsten Momenten in „Die Siedler“ zu fragen: Erinnerungen, die immer wieder auftauchen, wenn man „Die Siedler“ erwähnt, Anekdoten über triumphale Siege, nächtelange Mehrspielerpartien mit Freunden oder das eine Mal, als wirklich alles schief ging.

Die Siedler I wurde 1993 für den Amiga und 1994 für den PC veröffentlicht. Viele Leute im Forum und in den sozialen Medien erinnern sich noch, wie sie mit Disketten hantierten und einige besitzen sie sogar noch. Das ist unglaublich!

Caesar III wurde damals von einem Freund „infiziert“:

Damals, es muss so ’94 gewesen sein, hat mein Vater der Familie einen Amiga 500 gekauft. Etwas später dann auch die dafür verfügbare Speichererweiterung um 512KB. Natürlich wurde schnell gemerkt, dass man damit auch spielen kann und so wurde das ein oder andere Spiel gekauft bzw. organisiert.

Als wir eines Tages bei Bekannten zu Besuch waren, spielte dieser dieses enspannte Spiel mit den vielen Männeln, die da auf den Wegen standen, guckten und hin und wieder Sachen umher trugen. Ich war absolut begeistert und wollte das natürlich auch haben.

Daheim angekommen wurde das Spiel dann hoch und runter gespielt. Leider war das 1MB RAM für Siedler etwas wenig, um das Spiel mit vollem Audio und auf der größten Karte zu genießen.

Der zweite Teil der Reihe hat nicht nur die Essenz des ersten aufgenommen, sondern auch viele neue Dinge hinzugefügt, die das Spielen angenehmer gestalteten, wie Einführungen und Beschreibungen für Gebäude. Und für den oft erwähnten Wuselfaktor gab es nun viel mehr Tiere, die sich durch die Welt bewegten, detailliertere Gebäude, Schiffe und unterschiedliche Völker mit ihrer eigenen Art von Gebäuden.

Mopster hat nicht nur an unserem Screenshot-Wettbewerb im September teilgenommen, sondern uns auch sein Lieblingsspiel aus der Reihe genannt: Die Siedler II

Ich muss endlose Stunden, Tage und Nächte in diesem Spiel verbracht haben. Ich habe sogar mein Lieblingsmagazin mit dem Sieder II-Cover aufbewahrt. Ich lese darin sogar noch manchmal. Die Gold Edition hat einen besonderen Platz in meinem Herzen erobert.

Auf dem Screenshot sieht meinen letzten Anlauf auf der Karte Europa aus der Siedler II Gold Edition mit 8 bereits Stunden auf der Uhr. Hier habe ich die gesamte Karte abgesehen vom Nordosten eingenommen. Das Herzstück meiner Industrie liegt in Italien und Tschechien. Ich wusste schon aus vorherigen Spielen, dass ich schnellstmöglich die Alpen passieren musste; ein Rennen gegen die Zeit also.

Mit Die Siedler III hat die Reihe einen großen Schritt getan und Volker Wertich war wieder am Ruder: Keine Straßen mehr und eine viel direktere Steuerung, sei es der Geologen oder, und das war die größere Herausforderung, der Soldaten.

KeepCalmCarry92 erinnert sich:

Ich habe Die Siedler III geliebt. Damals sind unzählige Stunden meiner Kindheit in diesen Titel geflossen. Meiner Meinung nach war das mehr als nur ein Meilenstein für die Aufbaustrategiegenre als Ganzes, besonders die Liebe für Details und die Unterschiede war unglaublich: Es gab drei unterschiedliche Rassen (Asiaten, Ägypter und Römer), eine bunte, lebendige Welt mit rassenspezifischen Bauwerken und einer Einzelspielerkampagne mit dem animierten Intro. Die Götter entspannten sich in ihrem Tempel und wurden dann gezwungen, eins von ihren Völkern zu wählen, das von vorn beginnen musste.

Dabei hat Die Siedler III viele Traditionen bewahrt: Soldaten konnten aufgewertet werden und das eigene Gebiet erweiterte sich durch den Bau von Türmen oder Schlössern. Auch in Bezug auf die wirtschaft blieben die Dinge beim Alten: Fischer, Bauern, Bäcker und Metzger sorgten dafür, dass die Bergarbeiter jederzeit gut versorgt waren, damit diese Kohle und Eisen für die Schwerindustrie fördern konnten.

Und vergessen wir nicht die Wichtigsten unter den Siedlern: Die Träger!

Egal, ob sie an Straßen gebunden waren, wo man mit Bedacht Flaggen setzen musste, damit sie nicht ihrer eigenen Wege gingen: Nichts in diesem Reich hätte ohne die fleißigen Träger funktioniert.

Interessanterweise waren diese armen Leute selten ein Diskussionsthema, sei es in den alten Titeln oder dem aktuell angekündigten Die Siedler. Man unterhielt sich über Türme, Straßen und Flaggen, wie man das Militär lenkt und das aufgeregte „Yippie“ der Geologen bei einem neuen Mineralienfund. Aber die Träger? Es gab nur Beschwerden, wenn sie in Die Siedler III im Sumpf steckenblieben … wo ist eure Liebe für Träger, liebe Community?

Aber naja, lasst uns zum Ende noch eine Erinnerung und ein paar Wünsche für die Zukunft von gekillte hören:

Ich habe es gemocht und klebte quasi vor dem PC fest. Nichts konnte mich ablenken. Ich habe es immer in Schüben von mehreren Stunden gespielt. Und nicht nur das, ich finde es immer noch unterhaltsam, seit seinem ersten Teil und es hat eine großartige innere Logik. Alles ergibt einfach einen Sinn. Deshalb bin ich auch schon wahnsinnig gespannt auf das neue Spiel und hoffe, einige Teile aus den alten Titeln werden es inspirieren, zum Beispiel die Wirtschaft. In Die Siedler 1 war immer klar zu sehen, ob ich zu viel oder zu wenig produziert habe und deshalb liebe ich diesen Klassiker.

Was uns sehr überrascht: Viele von euch schrieben, dass sie immer noch die alten Spiele spielen oder zumindest hin und wieder zu ihnen zurückkehren. Es ist also keine pure romantische Erinnerung an Spiele, die man das letzte Mal vor 20 Jahren gespielt hat.

Und das war nur ein kleiner Ausschnitt aus all den Geschichten, die wir bereits in den Kommentaren hier auf Die Siedler Allianz, im Forum und in den sozialen Medien gelesen haben. Mit der in Kürze erhältlichen History Collection werden wir alle in der Lage sein, diese Erinnerungen noch einmal wiederzuerleben und neue zu erschaffen. Schließlich wird es viele Gelegenheiten für unterhaltsame Mehrspielerpartien geben und alles ist möglich.

Zur Feier der Veröffentlichung von Die Siedler History Collection gibt es am 15. November einen Release-Stream mit unserem besonderen Gast Volker Wertich. Schaltet ein, um etwas Die Siedler III-Gameplay zu sehen. Es gibt ein kleines Geschenk und viele Erinnerungen.

Und wenn ihr uns eure Geschichte zu Die Siedler noch nicht erzählt habt, dann scrollt nach unten und teilt sie uns mit. Wir schließen uns bald an und teilen unsere eigene.

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[Guide] Die Siedler II History Edition

Nachdem wir Ubi-Thorlof und Ubi-Guddy beim Spielen beobachtet haben, wird es jetzt Zeit, einige Tipps und Tricks mit euch zu teilen und euch kurz zu erklären, wie ihr im Karteneditor von Die Siedler 2 – History Edition selbst eine Karte erstellen könnt.

Beginnen wir mit einigen allgemeinen Tipps für Die Siedler 2:

1. Produktion:

Egal, was ihr produzieren möchtet, ihr benötigt die entsprechenden Gebäude dafür. Um ein Gebäude zu bauen, braucht ihr einen Standort. Am schnellsten könnt ihr herausfinden, ob ihr einen geeigneten Standort habt, wenn ihr mit der Leertaste das Bauhilfemenü aufruft. Ist dieses aktiv, seht ihr auf einen Blick, welches Gebäude an welcher Stelle gebaut werden kann. Klickt einfach auf das Symbol und entscheidet dann im „Aktivitäten“-Fenster, welches Gebäude ihr errichten möchtet.

Tipp: Denkt daran, dass jede Produktionsstätte qualifiziertes Personal mit dem entsprechenden Werkzeug für den Beruf benötigt. Achtet darauf, dass die Produktion der Werkzeuge mit dem Bedarf übereinstimmt.

2. Setzt möglichst viele Fahnen:

Die Fahnen kennzeichnen die Knoten eures Straßennetzwerks. Güter werden von Trägern, die sich zwischen zwei Fahnen hin- und herbewegen, befördert. Je kürzer diese Strecke ist, desto schneller kehren die Träger wieder an ihren Ursprungsort zurück, um die nächsten Güter aufzunehmen.

Tipp: Staus können auf zwei Arten aufgelöst werden, ohne einen Umweg bauen zu müssen. Versucht, eine bestehende Straßenstrecke wenn möglich mit weiteren Fahnen zu versehen. Auf diese Weise kann die Transportkapazität dieser Straße um ein Vielfaches erhöht werden. Züchtet Esel. Esel begeben sich automatisch zu den stark belasteten Transportwegen, um die dortige Kapazität zu erhöhen.

3. Wie bereite ich mich am besten auf einen Angriff vor?

Zuerst müsst ihr erkunden. Je tiefer ihr ins gegnerische Gebiet blicken könnt, desto präzisere Gegenmaßnahmen könnt ihr planen. Der Aussichtsturm eignet sich am besten als Erkundungswerkzeug. Mit ihm könnt ihr die Standorte der gegnerischen Militärgebäude sehen. Und genau diese Militärgebäude werdet ihr jetzt auch benötigen.

Tipp: Denkt gut darüber nach, wo ihr jedes einzelne Gebäude platziert. Solange keine gegnerischen Nationen in Sichtweite sind, sollte man es sich genau überlegen, ob man die enorme Menge Rohstoffe für eine Festung investieren will. Und gleichzeitig wäre es völlig sinnlos, eine einzelne kleine Kaserne an einer extrem verstärkten Grenze zu einem Gegner zu errichten. In diesem Fall solltet ihr sofort eine Festung und ein Katapult bauen.

Genug Tipps. Öffnen wir den Karteneditor. Ihr könnt den Karteneditor ganz einfach in Uplay öffnen – dazu müsst ihr nur eure bevorzugte Sprache wählen und los geht’s.

Map / World Editor

Mit dem Welterschaffungswerkzeug könnt ihr eure erste rudimentäre Karte mit einem Klick erstellen.

Ihr könnt die Breite und Höhe der Karte, die Landschaft (Grünland, Ödland und Winterwelt) und die Grundfläche auswählen. Nachdem ihr auf „Welt erschaffen“ geklickt habt, wird eine neue, aber leere Karte mit euren gewählten Einstellungen erstellt.

Vor den nächsten Schritten macht ihr euch am besten mit den Möglichkeiten im Editor vertraut:

  • Höhenanpassung: Verändert die Höhe des Terrains.
  • Terrainfelder: Fügt eurer Karte unterschiedliche Gebiete hinzu (z. B. Wasser, Lava, Berge, Schnee). Ihr werdet Berge für Rohstoffe wie Gold, Kohle, Eisen usw. benötigen. Die Symbole in der rechten oberen Ecke verraten euch, ob ihr darauf Gebäude bauen könnt, ob sich das jeweilige Terrain dann für Minen eignet, tödlich ist (z. B. Lava) oder ob ihr nur Fahnen platzieren könnt (z. B. Wüste).
  • Bäume: Wählt aus verschiedenen Bäume aus.
  • Rohmaterialien: Platziert Rohstoffe in euren Bergen.
  • Landschaftsobjekte: Fügt Granit (wichtig für Stein) und andere Dekorationen hinzu.
  • Tiere: Platziert verschiedene Tiere (wichtig für Jäger).
  • Spieler: Wählt die Anzahl der Spieler aus, die ihr auf der Karte haben möchtet, und deren Startpositionen.
  • Kleine, mittlere, große Gebäude: Überprüft, welche Gebäude an bestimmten Stellen gebaut werden können.
  • Welt: Lasst euch eine Übersicht über eure Karte anzeigen.
  • Neue Welt erschaffen
  • Optionen
    • Weltname: Gebt eurer Welt einen schönen Namen.
    • Erschaffer: Name des Erstellers dieser Welt.
    • Welt einladen & Welt speichern
    • Welt prüfen: Überprüft, ob noch etwas fehlt und ob alle Spieler eine Startposition haben.
    • Bild speichern: Gewährt anderen Spielern einen Einblick in eure Karte.
    • Editor verlassen

Steuerung:

  • Umschalttaste: Wenn ihr die Umschalttaste drückt, könnt ihr die Menge eurer bereits platzierten Rohstoffe oder die Höhe des Terrains verringern.
  • Steuerungstaste: Mit der Steuerungstaste entfernt ihr Bäume, Landschaftsobjekte und Tiere.
  • Leertaste: Durch Drücken der Leertaste aktiviert/deaktiviert ihr das Gebäudemenü.
  • 1 – 4/Plus, Minus: Verändert die Größe eures Mauszeigers.

Ab jetzt obliegt das Aussehen eurer Karte ganz euch. Wenn ihr auch die Ubi-Thorlof Troll Map ausprobieren wollt, dass ist die Karte die wir im Stream gespielt haben, könnt ihr sie einfach mit einem Klick auf das Bild unterhalb herunterladen herunterladen und ausprobieren. Ihr müsst dafür noch warten bis die History Collection veröffentlicht wurde.

(Click on the image to download the map)

Habt ihr ebenfalls Tipps für neue Kartenersteller auf Lager? Worauf sollte man sich beim Erstellen einer neuen Karte konzentrieren? Gibt es noch etwas anderes, auf das geachtet werden muss? Habt ihr jemals eine Karte erstellt oder habt ihr das vor? Teilt es uns in den Kommentaren unten mit.

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[Guide] Die Siedler I History Edition

In diesem speziellen Blog vermitteln wir euch die grundlegenden Mechaniken des Spiels, wie man seine ersten Siedlungen verwaltet und gegen Feinde kämpft.

Nachdem ihr das Spiel gestartet habt, seht ihr einen Bildschirm, der diesem sehr ähnelt.

Der Ritter in der glänzenden Rüstung, – ihr kennt ihn vermutlich aus dem Intro – das seid ihr. So stattlich wie eh und je. Neben eurem Profilbild seht ihr ein Maus-Icon. Wenn ihr die Maus anklickt, könnt ihr wählen, ob ihr mit einem Freund auf geteiltem Bildschirm oder lieber alleine spielen wollt. Im Konfigurationsmenü könnt ihr vor Spielbeginn das Eingabegerät für euren Freund auswählen.

Ihr seht außerdem drei Balken in den Farben Blau, Grün und Rot. Diese Anzeigen sind sehr wichtig. Der blaue Balken zeigt die Vorräte einer Siedlung zu Beginn des Spiels. Ein großer Vorrat ermöglicht eine schnelle Ausdehnung und bringt gewisse Vorteile. Eine geringe Menge an Vorräten sorgt schnell für Probleme, wenn die Stadt zu wachsen beginnt.

Der grüne Balken zeigt die Intelligenzstufe der vom Computer gesteuerten Siedlungen an. Sie entscheidet, wie schnell der Computer agiert oder reagiert.

Der rote Balken steht für die Wachstumsrate. Je höher sie ist, desto schneller produziert eure Siedlung und desto schneller könnt ihr expandieren.

Wenn ihr das Spiel zum ersten Mal spielt, empfehlen wir, euren blauen und roten Balken immer über 50 % zu halten.

Jetzt ist es an der Zeit, das Spiel zu starten. Für das erste Spiel empfehlen wir, ohne Gegner zu spielen oder höchstens mit einem ganz schwachen.
Sobald das Spiel den Ladevorgang abgeschlossen hat, erscheint die Spielwelt und ihr könnt euch mit der rechten Maustaste frei darin bewegen. Im Konfigurationsmenü könnt ihr die Steuerung ändern. Ihr könnt sogar auf die historische Steuerung umschalten, so wie sie 1993 / 1994 war.

Jetzt ist es an der Zeit, einen guten Standort für unser Schloss zu finden und mit dem Aufbau unserer eigenen Siedlung zu beginnen.
Ihr solltet nach einem See, Bäumen, Steinen und Bergzügen Ausschau halten. Wenn ihr Bergzüge seht, könnt ihr über das Geologensymbol herausfinden, was sich im Inneren verbirgt.

Durch einen gleichzeitigen Links-Rechtsklick (oder einem Klick mit der mittleren Maustaste) auf „Spitzhacke und Schaufel“ wird euch das gesamte verfügbare Bauland angezeigt. Sobald ihr den perfekten Standort gefunden habt, wird es Zeit, euer Schloss zu errichten. Habt ihr den Schnellbaumodus aktiviert, reicht ein Doppelklick, um euer Schloss zu platzieren.

Wenn ihr eine Holzfällerhütte, einen Förster, eine Sägemühle und einen Steinbruch errichtet, habt ihr eure grundlegende Güterversorgung sichergestellt. Die Siedler benötigen Straßen, um die verschiedenen Gebiete der Siedlung zu erreichen. Vor jedem eurer Gebäude befindet sich eine Fahne. Am Anfang muss man eine Straße bauen, bevor man das erste Haus errichten kann. Vor dem im Bau befindlichen Gebäude erscheint eine Fahne, genau wie die vor eurem Schloss. Klickt auf eine der beiden Fahnen und ein Straßenbau-Symbol erscheint auf dem Mauszeiger sowie links unten im Menü. Verbindet die Fahnen und ihr könnt dabei zusehen, wie eure kleinen Helfer das Schloss verlassen. Je geringer die Entfernung zwischen zwei Gebäuden ist, desto besser. Falls ihr längere Wege zu überbrücken habt, solltet ihr, wo immer möglich, Fahnen platzieren. Dadurch unterteilt sich die lange Strecke in zwei Teilstücke und mehr Träger können dabei helfen, die Güter zu transportieren. Ein gutes Straßennetz sorgt für einen schnelleren Gütertransport und ermöglicht es euch, im Fall von Transportproblemen, schneller andere Lösungen zu finden.

Da ihr eure Siedlungen vermutlich ausweiten möchtet, solltet ihr Wachhütten in allen 4 Himmelsrichtungen platzieren. Dadurch sichert ihr euch genug Raum, um Bauernhöfe und Industrie für die Produktion von Goldbarren sowie Schwertern und Schilden zu errichten, welche zum Rekrutieren von Soldaten benötigt werden.

Sehen wir uns einmal die Militärgebäude und die Feinde an.

Ihr habt euer Gebiet durch die Errichtung von Wachhütten ausgedehnt. Wenn kein Feind in der Nähe ist, bleibt die Fahne neben dem Gebäude weiß. Rücken jedoch Feinde an, erscheint ein schwarzer Streifen und sobald sie sich nähern, wird daraus ein schwarzes Kreuz. Ist dies der Fall, solltet ihr euch auf einen Angriff vorbereiten.

Die Flagge zeigt nicht nur die Gefahrenstufe an, sondern sagt euch auch, mit wie vielen Rittern das Gebäude besetzt ist. Je höher die Flagge gehisst ist, desto mehr Ritter halten sich in dem Gebäude auf. Eine Hütte kann 3, ein Wachturm 6 und ein Schloss 12 Ritter beherbergen.

Wie ihr unten seht, könnt ihr im Militärmenü festlegen, wie viele Ritter ein Gebäude besetzen sollen. Klickt einfach auf Plus oder Minus, um die Einstellung zu ändern. Mit der zweiten Einstellung bestimmt ihr, wie viele Ritter im Gebäude verbleiben, wenn ihr euch zum Angriff auf den Gegner entschließt. Dadurch ist sichergestellt, dass noch genügend Ritter für die Verteidigung eures Territoriums zurückbleiben.

Natürlich gibt es noch mehr, was wir euch erzählen könnten, aber ihr sollt die Die Siedler 1 History Edition ja am besten selbst erkunden.

Bevor wir uns verabschieden, noch ein wichtiger Hinweis. SEID UMSICHTIG: Seht euch von Zeit zu Zeit eure Statistiken an, analysiert Fehlentwicklungen oder negative Ergebnisse einer Operation und findet die beste Lösung. Eine kleine Änderung kann große Wirkung haben. Es ist klüger, eure Strategie und euren Zeitplan sorgsam zu planen, als überstürzt Dinge zu bauen.

Im Installationsordner findet ihr ein Handbuch zum Spiel in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch.

Was haltet ihr von der Die Siedler 1 History Edition? Habt ihr sie gespielt? Habt ihr noch Fragen? Gefällt euch das Spielprinzip? Zögert nicht, uns eure Gedanken oder mögliche Tipps im Kommentarbereich mitzuteilen.

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[Com] Zweites Community-Update

Hallo zusammen und willkommen zu einem weiteren Community-Update!
Seit unserem letzten Update ist etwas Zeit vergangen und wir haben viele neue sehenswerte Details zu Die Siedler veröffentlicht. Aber im kommenden Monat wird sich alles um die „Die Siedler History Editions“ drehen und einige Mitglieder der Community waren bereits aktiv und haben nostalgische Inhalte produziert.

CONTENT CREATOR UND STREAMER

Die Veröffentlichung der „Die Siedler History Edition“ hat zu einem Anstieg der Streams geführt und wir möchten einige von ihnen hier hervorheben. Zunächst sind derspendertv und lionking1982 in das Spiel abgetaucht, das den Grundstein für diese Franchise gelegt hat und nachdem sie sich mit der Steuerung (und den Gebäuden) vertraut gemacht haben, haben sie Gefallen an den old-school Vibes von Die Siedler 1 gefunden. Schaut euch ihre Kanäle an!

Für alle, die auf Multiplayer-Action in Die Siedler 3 stehen, lohnt sich ein Besuch bei mrblues3 und suma3333 oder schaut euch die VOD auf ihren Kanälen an. Sie beide nutzen, wie ihr sehen könnt, das großartige Community-Tool aLobby, um Gegner zu finden, mit denen sie spielen können. Für die History Edition implementieren wir eine einfachere Möglichkeit für den Mehrspielermodus. Ihr könnt Partien einfach über Uplay beginnen und finden und auch eure Freunde einladen.

Neben den Streamern gibt es auch verschiedene andere Gamer, die Videos auf YouTube präsentieren. Der Fokus liegt hier eher auf den Kampagnen und weniger auf dem Mehrspielermodus. Wenn ihr also Zockerlounge trojanische Abenteuer in Die Siedler IV oder Aliestors römische Belagerungen in Die Siedler III (auf Englisch) sehen möchtet, dann besucht ihre Kanäle. Vielleicht erhaltet ihr über ihre Videos wertvolle Tipps und Tricks für eure eigene Spielweise.
Und zusätzlich dazu hat GouldFish On Games ein wunderbar nostalgisches Test-Video zu Die Siedler 1 erstellt, dass ihr euch anschauen solltet.

Viele unserer kreativen Content Creators sind auch im Die Siedler-Fan-Discord „Wuselworld“ aktiv. Wenn ihr also eure eigenen Videos und Screenshots teilen oder euch einfach nur mit anderen Die Siedler-Fans unterhalten wollt, dann seht euch doch einmal dort um.

NOSTALGISCHE COMMUNITY-ANEKDOTE

Wir haben viele von euch gebeten, uns etwas über eure persönliche Geschichte mit Die Siedler zu erzählen, über alte Erinnerungen, lustige Anekdoten und vieles mehr. Heute möchten wir moin_moin_2018s Erinnerungen präsentieren:

Als der erste Teil erschien, muss ich so 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein.  Damals hatten wir noch keinen PC, also bin ich 2 bis 3 Mal pro Woche 10 Kilometer mit dem Rad zu meinem Freund gefahren, um ihm bei Die Siedler 1 zuzusehen.

Als dann Die Siedler 2 erschien hatte ich endlich meinen eigenen PC. Einen 486 DX2/80 mit Turbo-Modus und ein Double-Speed-CD-ROM-Laufwerk. Mit dem CD-Laufwerk wurde ich in der Schule recht bekannt 😉
Es war das zweite Spiel, das ich ewig lange gespielt habe, aber ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen, dass ich ein sonderbares Problem mit einer meiner Minen hatte. Eine meiner Goldminen war ausgebeutet und normalerweise reißt man sie einfach ab und macht dann weiter. Ich weiß nicht mehr, warum ich vergessen hatte, sie abzureißen. Und nach einer Weile erhielt ich erneut die Nachricht, dass sie erschöpft sei. Ich war überrascht, dass ich die Meldung noch einmal von derselben Mine erhielt und sah sie mir eine Weile genauer an. Nach einer kurzen Zeit wurde Verpflegung geliefert und der Siedler ging wirklich in den Stollen und kam mit frischem Gold wieder hervor. Auch wenn die Mine als ausgebeutet ausgewiesen wurde.

Nach ein paar Goldlieferungen erhielt ich wieder die Meldung „Mine erschöpft“. Und wieder wartete ich, bis Verpflegung eintraf und tatsächlich zog der Siedler wieder in die Mine ein und förderte Gold zu Tage.

Leider war dies die einzige meiner Minen mit dieser sonderbaren Fehlfunktion. Alle anderen Minen funktionierten normal und waren irgendwann tatsächlich erschöpft.

Ich weiß nicht, warum ich mich nach all der Zeit immer noch daran erinnere, aber das war ziemlich cool.

NOVEMBER-AUSBLICK

Wie wir schon zu Beginn des Blogs meldeten, dreht sich im November alles um die History Editions und die Feier zum 25. Geburtstag von Die Siedler!
Daher haben wir uns entschlossen, keine neuen Dev-Blogs zum kommenden Die Siedler zu veröffentlichen und stattdessen viele Inhalte zu den Teilen 1 bis 7 zu liefern. Bereitet euch auf nützliche Leitfäden, einige History-Streams vom Community-Team und natürlich haufenweise Nostalgie vor.

Der erste Stream mit Ubi-Barbalatu und Ubi-Thorlof startet am 31. Oktober. Sie werden versuchen, eine ordentliche Siedlung in Die Siedler 1 zu errichten. Weitere Informationen dazu folgen noch. Im November haben wir dann noch einige weitere Streams, die wir in Kürze bekanntgeben werden. Bleibt dran für weitere Infos!

Wir freuen uns immer, eure Die Siedler-Geschichten und -Anekdoten in den Kommentaren zu lesen und mit euch über die Vor- und Nachteile von Straßen, die Unterschiede zwischen Die Siedler 3 und 4 und warum Träger die unbesungenen Helden der Reihe sind, zu diskutieren.

Und wenn ihr ein unglaubliches Community-Projekt habt, das wir vorstellen sollen, an einem magischen Die Siedler-Video arbeitet oder lustige oder einfach atemberaubende Fan-Arts gestaltet, dann schreibt uns eine Mail an thesettlers-community@ubisoft.com, dann berichten wir darüber in unserem nächsten Blog.

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[Dev] Ausdauer- und Nahrungssystem

Falls ihr uns in unseren Sozialen Medien folgt, habt ihr vielleicht schon von unserem neuen „Ausdauer- und Verpflegungs-System“ erfahren. Falls nicht, warum kommt ihr nicht und folgt uns auf Facebook & Twitter für weitere ähnliche Informationen in der Zukunft?

Auch wenn wir die Grundlagen schon besprochen haben, möchten wir noch etwas tiefer in die Materie eintauchen und so viele Details wie möglich vorstellen. Wo sollen wir beginnen?

Am Anfang:
Wenn wir eine neue Siedlung errichten, beginnen wir mit den einfachsten Gebäuden.

Bei „What you see is what you get” haben wir gelernt, dass wir alles in der Welt sehen. Wir sehen zahlreiche Wälder, Beeren und, wenn wir genau hinschauen, sogar Fische in Küstennähe.

Wir haben den Aufbau unseres Außenpostens damit begonnen, ein paar Holzfäller-, Sammler- und Fischerhütten zu errichten. Die letzten beiden Gebäude dienen normalerweise unserer grundlegenden Nahrungsversorgung.

Sie können jedoch nur ihre eigenen Bedürfnisse erfüllen, weshalb unsere Holzfäller die Arbeit einstellen, sobald sie hungrig werden, denn sie benötigen gekochte Mahlzeiten. Das ist für uns leicht sichtbar: Die Arbeiter sitzen vor dem Gebäude und warten auf Verpflegung.

Wir müssen ein paar Häuser platzieren.

Häuser:

Im neuen Die Siedler dienen die Häuser in erster Linie dazu, Essen zu kochen und auszuliefern, um sicherzustellen, dass alle Arbeiter satt werden und volle Ausdauer haben.

Durch den Bau einiger Häuser haben wir eine „kleine“ Nahrungsproduktionskette erschaffen. Die Fischer fangen köstlichen Fisch, welchen die Einwohner direkt in der Fischerhütte abholen können. Die Einwohner kehren sodann in ihre Häuser zurück und fangen an, eine leckere Mahlzeit zu kochen. Der Herd ist an, wenn ihr weißen Rauch aus dem Schornstein aufsteigen seht.

Dieser ganze Prozess erfordert ein wenig Zeit, aber sobald das Kochen beendet ist, liefern die Einwohner die Mahlzeit an die verschiedenen Arbeitsplätze.

Wenn die Arbeiter keine Ausdauer mehr haben, warten sie vor ihrem Gebäude. Sobald die Einwohner das Essen abgeliefert haben, begeben sie sich an die ihnen zugewiesene kleine Essstelle und verzehren ihr Mahl. Dadurch erhalten Sie Ausdauer zurück und können wieder an die Arbeit gehen. Falls sie sich noch draußen auf dem Feld befinden und ihre schwere Arbeit verrichten, finden sie ihre heiße Mahlzeit vor, wenn sie zurückkommen.

Aber was geschieht, wenn der Fischer und der Sammler selbst hungrig werden und nicht gleich eine gekochte Mahlzeit erhalten? Der Fischer, der Sammler und auch der Jäger essen dann ihre eigene gesammelte oder gefangene Nahrung (Lust auf Sushi oder Carpaccio?), damit sie ihre Arbeit fortsetzen können. Da dieses Essen allerdings nicht von den Einwohnern zu einer köstlichen Speise verarbeitet worden ist, gibt es ihnen nur die Hälfte der Ausdauer zurück.

Marktstände:

Da wir uns immer darum bemühen, die Wirtschaft effizienter zu gestalten, ist es jetzt an der Zeit, über Marktstände zu reden.

Marktstände sind Orte, an denen spezielle Nahrungsmittel gelagert werden und von den Einwohnern abgeholt werden können. Wir haben verschiedene Marktstände im Spiel. Sie erleichtern uns die Planung und Organisation. Es würde keinen Sinn ergeben, einen Fisch-Marktstand an einer Stelle zu betreiben, wo es keinen Fisch gibt. Natürlich könnten wir ihn dort platzieren, aber denkt an das, was wir im Transport-Blog erfahren haben. Die Distanz könnte für die Träger zu groß sein und es könnte zu Verkehrsstaus und Engpässen kommen.

Wir haben einen Marktstand für unseren Fisch und unsere Waldprodukte, in diesem Fall Beeren, errichtet. Unsere Träger sorgen dafür, dass die Güter vom Fischer und Sammler zu diesen Ständen transportiert werden. Das verkürzt die Wege für unsere Einwohner und dadurch können sie unsere hart arbeitenden Handwerker schneller mit Essen versorgen.

Spielmitte/Spielende:

Wie sieht es aus, wenn wir weiter im Spiel voranschreiten?

Je weiter wir mit unserer Siedlung vorankommen, desto mehr Gebäude werden freigeschaltet. Wir können unsere Gebäude auch ausbauen und das betrifft auch die Häuser. Die Einzelheiten des Ausbausystems stellen wir in einem späteren Blog vor.

Der erste Schritt besteht darin, unseren Arbeitern mehr und abwechslungsreichere Nahrung zu bieten. Eine klassische Produktionskette besteht aus Weizenhof, Windmühle und Bäckerei. Wir möchten dieses weite und saftige Grasland dazu nutzen, eine effiziente Brotproduktion aufzubauen, indem wir genug Bauernhöfe errichten.

Auf Bauernhöfen kann auch Mais geerntet werden und da unsere Brotproduktion perfekt funktioniert, benötigen wir neue Markstände für Brot und Mais.

Nun können wir unsere Einwohner mit unterschiedlicher Nahrung versorgen, aber die Krönung wäre es, wenn wir sie auch mit besserer Nahrung versorgen könnten. Durch den Ausbau der Häuser wird das möglich. Bessere Häuser schalten ausgefeiltere Rezepte frei, mit denen köstliche Mahlzeiten zubereitet werden können, die mehr Ausdauer zurückgeben, weshalb die Handwerker seltener versorgt werden müssen. Das bedeutet zugleich, dass die Einwohner mehr Handwerker versorgen können.
Ihr solltet dafür sorgen, dass die Häuser in der Nähe der wichtigsten Produktionsketten stehen, damit die Einwohner nicht ewig unterwegs sein müssen, um sich die Zutaten zu besorgen und die Mahlzeiten anschließend an die Arbeitsplätze zu liefern.

Falls ihr glaubt, dass ihr Nahrungsmittel nur braucht, um eure Arbeiter mit Mahlzeiten zu versorgen, und um eure Ausdauer aufrecht zu erhalten, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Nahrungsmittel werden auch noch anderweitig eingesetzt, aber darüber sprechen wir in einem anderen Entwickler-Blog.

Das war unsere Einführung in das neue „Ausdauer- und Nahrungssystem ”. Was haltet ihr davon? Gefallen euch die Änderungen? Könnt ihr euch schon die hübschen, geschäftigen und von Häusern umgebenen Marktplätze vorstellen? Zögert nicht, eure Eindrücke und Gedanken mit uns zu teilen und im Folgenden einen Kommentar zu hinterlassen.

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[Dev] Transport, Fahrzeuge und Straßen

Letzte Woche haben wir über WYSIWYG – What you see is what you get (Du bekommst, was du siehst.) gesprochen. Dabei haben wir das eine oder andere gelernt. Die wichtigste Erkenntnis war, dass man sieht, wo sich die einzelnen Güter in der Welt befinden. Das bedeutet natürlich auch, dass man diese Güter an verschiedene Orte transportieren muss. In den frühen Phasen werden die Güter von Trägern von einem Ort zum anderen befördert, die Träger können jedoch nur jeweils ein Gut tragen.

Eingangs ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft effizient funktioniert. Das bedeutet, dass man Gebäude, die zusammengehören, nah beieinander errichtet. Das erleichtert es den Trägern, die Güter von einem Ort zum nächsten zu transportieren. Da man nur über eine begrenzte Anzahl Träger verfügt, sollte man dafür sorgen, dass sie ihre Zeit effizient nutzen. Dadurch kann man nämlich Träger, die man nicht benötigt, zu Soldaten und Handwerkern ausbilden. Im Folgenden seht ihr eine frühe Produktionskette. Wir haben Kupfer gefunden, eine Reihe von Kupferminen um das Vorkommen platziert und einen Werkzeugmacher sowie das Gildehaus gebaut, um gleich nebenan neue Handwerker auszubilden.

Dadurch werden die Wege für die Träger möglichst kurz gehalten. Sie müssen nur das Kupfer in der Mine abholen und es ein paar Meter bis zum Werkzeugmacher bringen. Der Werkzeugmacher verarbeitet das Kupfer zu Werkzeug. Die fertiggestellten Werkzeuge werden dann abgeholt und zum Gildehaus gebracht, wo neue Handwerker ausgebildet werden können.

Wie man auf den Screenshots sehen kann, finden die Träger ihren Weg zu den Produktionsstätten auch ohne Straßen. Wenn man sie beobachtet, sieht man wo sie entlanggehen und erkennt ihre bevorzugte Route. Wenn ihr jetzt Straßen bauen möchtet, haben wir drei verschiedene Arten für euch im Angebot.

Da wir bisher noch keine fortgeschrittenen Materialien gefunden haben, können wir nur einen breiten Pfad bauen. Straßen haben den Vorteil, dass sich unsere Siedler schneller fortbewegen. Je besser die Straßen sind, desto schneller transportieren unsere Siedler ihre Güter. Fahrzeuge haben dieselbe Geschwindigkeit wie die Träger, aber sie sind in der Lage, mehrere Güter zu transportieren, was zwei Vorteile bietet: Der erste ist offensichtlich, da dadurch weniger Siedler zum Gütertransport benötigt werden. Der zweite Vorteil ist ein erhöhter Güterumschlag, was bedeutet, dass die Menge an Gütern, die einen Ort zu einer bestimmten Zeit passieren können, höher ist. Das kann wichtig sein, wenn es auf eurer Transportroute eine Engstelle gibt, etwa einen Bergpass, der die Anzahl Güter begrenzt, die ihr von der einen auf die andere Seite bringen könnt.

Es gibt drei verschiedene Arten von Karren: Handkarren, Eselkarren und Ochsenkarren. Für den Eselkarren sind Schotterstraßen erforderlich, aber dafür transportieren sie bis zu fünf Güter gleichzeitig. Ochsenkarren benötigen gepflasterte Straßen, können jedoch bis zu acht Güter transportieren. Um solche Fahrzeuge bauen zu können, benötigt man einen Wagner und einen Radmacher.
Denkt daran: Je mehr Träger und Fahrzeuge ihr habt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Verkehrsstau kommt.
Verkehrsstaus entstehen, wenn man viele Güter von einem Ort zu einem anderen transportieren muss. Falls es unterwegs eine Engstelle gibt, haben die Leute möglicherweise Schwierigkeiten, voranzukommen.

Dieser Bergpass erschwert es unseren Siedlern, ihre Güter zu transportieren, ja sogar ihren Zielort zu erreichen. Wir könnten ein paar Holzfällerhütten errichten, um die Bäume zu fällen und eine Umgehungsstraße zu bauen oder wir könnten die Straße zu einer Pflasterstraße für Ochsenkarren verbessern. Schließlich hätten wir noch die Möglichkeit, die fehlenden Güter auf der anderen Seite des Bergpasses zu produzieren, um den Verkehr zu verringern. Es gibt immer Möglichkeiten eure Wirtschaft effizienter zu gestalten.

Wollt ihr eure Siedlung besser organisieren, habt ihr die Möglichkeit, verschiedene Rastplätze zu errichten. Rastplätze helfen, die Wirtschaft noch effizienter zu verwalten. Anstatt all eure kleinen Helfer getrennt über die Insel zu verteilen, müsst ihr dafür sorgen, dass euren geschäftigsten Hauptorten genug Hilfe zur Verfügung steht, sobald sie diese benötigen.

Rastplätze für eure Träger sind Orte, an denen sie sich treffen und auf Aufgaben in der Gegend warten. Dasselbe gilt für den Treffpunkt für Eselkarren. Sie haben dort einen Ort zum Faulenzen, wo sie auf die nächste Güterlieferung warten. Und die kann jederzeit anstehen. Wenn ihr beispielsweise mehrere Militäreinheiten rekrutiert, müssen schnell Güter herangeschafft werden.

Eisenerz und Kohle müssen zur Eisenschmelze gebracht werden. Das fertige Eisen muss dann zum Waffenschmied transportiert werden, der daraus Waffen herstellt, die ihren Weg in die Kasernen der neuen Rekruten finden müssen.

Falls sich ein Rastplatz in der Nähe befindet, müssen die Träger nur kurze Wege zurücklegen, um diese Güter abzuholen. Ansonsten müssten sie aus der Ferne anreisen, was zu einer Verzögerung oder gar zu einem Verkehrsstau führen und euer Schicksal besiegeln kann.

Es gibt noch einen interessanten Aspekt hinsichtlich der Logistik. Der Ort, an dem ein Gebäude errichtet wird, ist auch von Bedeutung, denn einige Gebäude nehmen 2 Güter auf und geben 1 Gut ab oder umgekehrt. Ein Beispiel: Eine Schmelze erhält Kohle + Erz zur Produktion von Eisen. Abhängig vom Ort kann der Spieler beeinflussen, wie lange diese Güter transportiert werden und dafür sorgen, dass der Verkehr an Engpässen nicht zu stark wird. Wenn man beispielsweise Eisen auf der Seite produziert, wo die Kohle und das Erz abgebaut werden, muss nur das fertige Eisen (die Hälfte der Transportmenge) durch das Nadelöhr transportiert werden.
Um es noch einmal zusammenzufassen, in Die Siedler kann man drei verschiedene Arten von Straßen bauen, Fahrzeuge einsetzen oder Rastplätze für seine Träger einrichten. Alle diese drei Optionen machen eure Wirtschaft effizienter. Auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Nebensächlichkeit erscheint, wenn man alles drei miteinander verbindet, ergibt sich eine große Wirkung.

Lasst uns in den Kommentaren wissen, was ihr davon haltet. Baut ihr am liebsten Straßen? Plant ihr Dinge gerne im Voraus? Vielleicht haltet ihr das Spiel sogar gerne an, seht euch um, und beginnt dann, Gebäude zu platzieren? Oder liebt ihr die Freiheit und bevorzugt einen eher „chaotischen“ Spielstil? Lasst es uns wissen. Wir würden gerne von euch hören.

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