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Schlagwort: Edition

[Guide] Die Siedler Das Erbe Der Könige – History Edition

Wie auch schon in den vorherigen Guides möchten wir euch heute einen ersten Einstieg in Darios Welt aus Die Siedler 5 geben.

Wie ihr sicher bereits bemerkt habt, gibt es in diesem Spiel einige grundsätzliche Änderungen im Vergleich zu den Vorgängern:

  • Ihr steuert eure Einheiten in Die Siedler 5 direkt, wie in einem Echtzeitstrategiespiel.
  • Die Warenkreisläufe sind nicht direkt in der Welt sichtbar. Stattdessen landen alle Waren automatisch in einem Gesamtvorrat und werden anschließend von sogenannten Veredlern vervielfältigt.
  • In Die Siedler 5 gibt es keine „echte“ KI, die selbst Häuser und Städte errichtet. Stattdessen bekommt man es mit immer wiederkehrenden Horden zu tun. Auf reinen Multiplayermaps bleibt ihr daher im Singleplayer allein.

Eure erste Siedlung:

Im Folgenden erhaltet ihr eine kleine Einleitung, wie ihr eure erste Siedlung auf einer freien Singleplayer Karte aufbaut.

Klickt zu Beginn einen Leibeigenen an und gebt ihm Aufgaben. Auf vielen Maps ist es zunächst notwendig euer Dorfzentrum auszubauen.

Wählt dazu den Leibeigenen und klickt auf die Fahne im Baumenü und anschließend auf das bereits vorhandene Grundgerüst des Dorfzentrums um dieses dort zu bauen. Ihr könnt jeder Baustelle auch mehrere Leibeigenen zuteilen.

Abbau von Ressourcen:

Nachdem ihr das Dorfzentrum gebaut habt könnt ihr damit beginnen, erste Ressourcen zu sammeln.

Die grundlegenden Rohstoffe wie Holz werden von euren Leibeigenen selbst abgebaut.

Andere Rohstoffe wie Lehm und Stein gibt es zum einen als einfache Haufen, die von euren Leibeigenen beackert werden können, aber auch in Form von großen Steinbrüchen / Lehmschächten, bei denen es aber viel effektiver ist, Minen darauf zu errichten.

Eisen und Schwefel werden erst im späteren Spielverlauf wichtig, funktionieren aber nach dem gleichen Prinzip.

Nehmt nun eine Menge von Leibeigenen und schickt diese zu den Bäumen um sie zu fällen und zu den Stein- und Lehmhaufen, um diese abzubauen.

Neue Leibeigene könnt ihr in der Burg (Handsymbol) anheuern.

Tipp: Im Gegensatz zu den meisten anderen RTS Spielen müssen die Leibeigenen die Rohstoffe nicht extra zum Dorfzentrum bringen. Es ist also egal, wie weit vom Zentrum entfernt ihr sie entsendet! Gleiches gilt auch für die Minen.

Der erste Warenkreislauf:

Die Siedler 5 basiert auf dem Bau vieler Mini-Kreisläufe. So gehören zu einer Arbeitsstätte grundsätzlich ein Wohnhaus zum Schlafen und ein Bauernhof zum Essen. Es ist natürlich auch möglich, dass sich mehrere unterschiedliche Handwerker Wohnhaus und Bauernhof teilen.

Baut dazu nun auf freier Fläche ein Wohnhaus und einen Bauernhof.

Wichtig: Der Bauernhof beherbergt selbst einen Bauern, der in seinem eigenen Gebäude isst und im Wohnhaus schläft. Somit ist in beiden Gebäuden bereits von Anfang an ein Platz besetzt.

Nun baut ihr nebenan eine Hochschule. Diese ist zu Beginn das wichtigste Gebäude, da ihr die Hochschule benötigt um alle weiteren Bauoptionen freischalten zu können.

Nachdem die Hochschule errichtet ist, könnt ihr dort direkt die Konstruktion erforschen. Während der Erforschung werfen wir einen Blick auf eine wichtige Infofunktion im Interface:

Hier werden die fehlenden Schlaf- und Essensplätze in eurer Siedlung angezeigt. Wie ihr seht benötigt bereits die Hochschule mehr Schlafplätze, als euch ein einzelnes Wohnhaus bieten kann.

Ihr könnt dies zu Beginn aber noch ignorieren – die Erforschung dauert lediglich minimal länger. Arbeiter ohne Schlafplatz nächtigen am Lagerfeuer und sind weniger effektiv.

Beginnt nun damit auch neben einen Steinbruch und einen Lehmschacht jeweils ein Wohnhaus und einen Bauernhof zu bauen und mit Hilfe der Leibeigenen Minen zu errichten. Bedenkt, dass ein Bauernhof mehr Platz für Arbeiter bietet als ein Wohnhaus.

Die Veredlung:

Der nächste Schritt gebührt der „Aufbereitung“ von Ressourcen. Ihr könnt in Die Siedler 5 eure Waren veredeln, womit ihr sie ganz einfach vervielfacht.

Besonders wichtig ist daher der Bau eines Sägewerks – denn Holz könnt ihr im Gegensatz zu Lehm und Stein nicht mit Hilfe einer Mine abbauen!

Baut daher in der Nähe eurer Burg ein Sägewerk mit Wohnhaus und Bauernhof. Die hier arbeitenden Sägewerker sind die ersten, die ihre Waren von woanders beziehen müssen. Allerdings nicht wie vielleicht vermutet von den Holzfällern, sondern aus eurem Gesamtvorrat. Dazu holt der Handwerker die Waren direkt in der Burg (und später auch aus Lagern).

Im Sägewerk könnt ihr im weiteren Spielverlauf (nachdem es ausgebaut wurde) auch Verbesserungen für eure Kämpfer erforschen.

  • Grundsätzlich könnt ihr alle Gebäude im Spiel ausbauen um zusätzliche Optionen freizuschalten bzw. um mehr Platz zu bieten.
  • Besonders wichtig wird der Ausbau später bei Wohnhäusern und Bauernhöfen.

Somit habt ihr nun eure erste kleine Siedlung errichtet.

Eure Helden:

Eine besonders wichtige Rolle in Die Siedler 5 nehmen die spielbaren Charaktere ein. Sie alle haben besondere Fähigkeiten, die oftmals über den Ausgang einer Schlacht entscheiden können.

Dario zum Beispiel kann seinen Falken einsetzen, um mit diesem die Karte zu erkunden. Nachdem ihr den Vogel losgeschickt habt könnt ihr eine besondere Perspektive einschalten, um die Welt aus der Sicht des Falken zu sehen.

Außerdem hat Dario eine weitere Fähigkeit um Gegnern Angst einzujagen und sie für kurze Zeit in die Flucht zu schlagen.

Noch ein paar abschließende Tipps:

  • Besonderen Fokus solltet ihr immer auf den Bau von Veredlern legen, neben dem Sägewerk also Ziegelhütte, Steinmetz und später auch Schmiede und Alchimistenhütte
  • Baut diese stets in der Nähe von der Burg oder zuvor errichteten Lagern um die Laufwege kurz zu halten
  • Gegnerhorden greifen euch immer wieder an, bis ihr deren Lager zerstört habt. Ihr braucht daher gerade zu Beginn eine funktionierende Abwehr aus Türmen und Soldaten

Vielen Dank an Haep für den großartigen Guide.

Habt ihr einige Tipps zum Teilen? Geheime Strategien? Oder vielleicht einen Guide für die Einzelspieler-Kampagne, egal ob als Video oder in schriftlicher Form? Teilt sie in den Kommentaren und helft Spielern die Neu in diesem Spiel sind.

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[Com] Zeit für Nostalgie: Eine Reise durch die Geschichte – Teil 2

Als wir beim letzten Mal mit „Und das war nur ein kleiner Ausschnitt aus all den Geschichten …“ geschlossen haben, war das nicht nur einfach so dahergeredet. Und wie ihr bemerkt habt, haben wir die anderen Teile der Reihe bisher noch nicht einmal angeschnitten. Schnappt euch also eine Tasse Kaffee oder Tee und reist mit uns ins Jahr 2001, dem Jahr, in dem Die Siedler IV auf den Markt kam.

Der Schritt von III auf IV war nicht so groß wie der vorherige, dennoch wurden ein paar Verbesserungen und Änderungen vorgenommen und einige völlig neue Völker eingeführt. KeepCalmCarry92 erinnert sich:

Das war ein irrig toller und lustiger Zusatz mit dem dunklen Volk, glaube es waren 15 Einzelspielmissionen, die Handel- , Such- und Kampfmissionen beinhalteten. Außerdem wieder wunderschöne Intros, wenn ich an den – glaub Morpheus hieß er – danke, der auf die Erde verbannt wurde und es gewohnt war auf dunklen Flecken zu wandern. Das wurde mein Lieblingsspiel, wenn es auch die Siedler III nur ganz knapp von Platz 1 verdrängte.

Und da es sich um die frühen 2000er handelte und sich das Internet immer größerer Beliebtheit erfreute, wurde eins immer mehr zu einer Sache, die die Leute miteinander verband: der Aufbau von Online-Communitys. Natürlich gab es damals schon den Online-Multiplayermodus, auch wenn das zu der Zeit bei Weitem noch nicht mit dem heutigen Ausmaß zu vergleichen war. Aber das Internet ist auch hauptsächlich ein Ort zum Kommunizieren, um sich über Hobbys auszutauschen und um nach Hilfe oder um Rat zu fragen. PennyUK hat uns diese Geschichte über Die Siedler IV erzählt:

Nach ein paar Tagen hatte ich ein Problem mit dem Spiel und keine Ahnung, wie ich es lösen sollte. Ich konnte nur hoffen, online etwas zu diesem Bug zu finden. Das Internet markiert einen Wendepunkt für mich. Meine Familie würde jetzt wahrscheinlich zustimmen, wenn auch aus anderen Gründen 😉

Ich stolperte über BBGC (Blue Byte Game Channel) und fand eine Community von Gleichgesinnten. Diese Multiplayer-Spiele waren mir bis dato völlig unbekannt, und ich wusste schon gar nicht, dass es für die Spiele tatsächlich Chatrooms gab. Wow. Da gab es viel zu lernen, und in den nächsten Jahren habe ich tatsächlich viel gelernt. Ich habe Tag und Nacht im BBGC verbracht und einfach nur mit anderen aus aller Welt gechattet. Mit der Zeit hatte ich genügend Selbstvertrauen aufgebaut, um gegen andere zu spielen.

Und wenn man die vielen Kommentare, Antworten und Vorschläge für das neue Siedler-Spiel liest und die Aufregung bezüglich der History Collection mitbekommt, wird einem schnell klar, dass sie nicht die Einzige ist, die diese Erfahrung gemacht hat.

Das Spiel alleine führte schon lange vor der Zeit der sozialen Medien und Discord zu verschiedenen kleineren Spielgruppen in verschiedenen Sprachen. Community-Websites tauchten auf, in denen das kollektive Wissen der Siedler-Community dem gesamten Internet zur Verfügung gestellt wurde. Als dann Spiele wie Die Siedler III auch noch einen Karteneditor enthielten, kamen noch mehr Websites und Foren dazu, noch mehr Wissen wurde geteilt.

KeepCalmCarry92: Als Schlusspunkt zu diesem Teil möchte ich noch der Community danken, die später selbsterstellte Karten hierzu veröffentlicht haben, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beinhalteten und die teilweise eine große Auswahl an persönlichen Einstellungen zuließen. Ich spreche hier von meinen späteren Lieblingskarten, wie z.B. 6-er Metzel […] und Einherjer und die jeweiligen Völkermissionen Athos, Athene, Cleopatra, Caesar, welche wirklich eine Herausforderung waren. Vielen, vielen Dank für diese tollen Karten und tollen Stunden, die ich auf diesen Karten spielen durfte!!!

Wenden wir uns jetzt dem 5. Teil der Reihe zu, der einen ordentlichen Schritt in eine andere Richtung markierte, wenn man die verschiedenen Mechaniken betrachtet: Die Siedler konnten viel direkter gesteuert werden, Helden und eine Story-betonte Einzelspielerkampagne wurden eingeführt. Außerdem wurden die Grafiken in „Das Erbe der Könige“ etwas düsterer und realistischer. Viele Veteranen betrachteten dies als einen massiven Bruch mit der Originalreihe und dem „Erbgut“, dafür gewann dieser Teil jedoch neue Fans wie Melon:

Ich habe einige wunderbare Erinnerungen. Zum Beispiel die Folklung-Mission, sie war etwas eigenartig, da man nichts tun musste, um die Burg zu verteidigen. Aber wenn man mal eine starke Armee aufgebaut hatte und den Gegner überrannte, das war einfach toll.

Und natürlich waren die Texte beim Rekrutieren der Soldaten einfach super lustig: „Wie soll ich mich konzentrieren, wenn du mich kitzelst!“ oder „Ich schwöre, ich habe gerade einen Elefanten auf dem Baum da gesehen.“ Außerdem hatten wir die krassen Missionen der Erweiterung, vor allem die mit den Scharfschützen. Man musste die eigene Festung gegen unzählige Wellen gegnerischer Monster verteidigen. Ich bin total oft nur wegen einer neuen krassen Welle gescheitert und das hat mich echt total wütend gemacht, aber das war eine der besten Missionen, die ich je gespielt habe.

Zwei Jahre später wurde „Aufstieg eines Königreichs“ veröffentlicht, welches sich viele Jahre nach „Das Erbe der Könige“ abspielt. Es galt wieder Helden zu steuern, aber ansonsten brachte dieser Teil etwas vom „Gewusel“ zurück, für das die Reihe so bekannt war, oder, wie Mopster es formuliert: „Der 6. Siedler-Teil war ein Schritt zurück in die richtige Richtung, aber an die kleinen Sektoren musste man sich gewöhnen.“

Auch in Die Siedler 7 (2010) wurde die Karte in Bereiche aufgeteilt, aber dazu kommen wir später noch einmal. Mit dem 6. Teil kam etwas aus den ganz frühen Spielen wieder zurück, wenn auch in geringfügig anderer Form: Straßen! Durch den Bau von Straßen wurde die Geschwindigkeit erhöht, mit der sich die Siedler bewegten, und durch Gebäudeverbesserungen wurde zum Beispiel die Nutzung von Schubkarren ermöglicht.

Außerdem war der generelle Aufbau der Siedlungen anders: Früher fühlte man sich ganz dem Namen nach wie ein Kolonist. Die Siedlungen wurden von Grund auf erstellt und es wurde das Gefühl vermittelt, man würde einen Notaußenposten aufbauen, um die Reise oder Mission fortsetzen zu können.

In „Aufstieg eines Königreichs“ begann man zum ersten Mal mit einer fertigen Stadt. Man konnte sie mit einer Mauer umschließen und auf diese Weise klar zwischen den grundlegenden Produktionsgebäuden (Holzfäller, Jäger, Bergarbeiter) vor der Stadt und der Weiterverarbeitung wie Käserei, Weberei in ihrem Inneren unterscheiden.

In Die Siedler 7 wurden jetzt die Bereiche aus dem 6. Teil wieder aufgenommen und verschiedene Siegespraktiken hinzugefügt. Das führte bei diesem Titel zu einer aktiven, manchmal direkt erbitterten Multiplayer-Szene, wie muGGeSTuTz am eigenen Leib erfahren durfte:

Ich getraue mich also mal so spontan in ein 2vs2 und denk´ mir nix gross … alle chatten English wäre nicht so das Problem … und die Teams werden erstellt, das Spiel beginnt.
Nach gefühlten 5-10min. schreibt mich mein Teampartner an: „Send me Beer!!!“ … und ich so: „Guiness or Blonde? Cheers!“ mit ’nem Smilie hintendran… ich meine, ich hatte ja noch nichtmal eine Brauerei…

Ich glaube ich war da in eine Session von ultimativen Hardcore Teamsiedlern geraten, und in solchen würde man vermutlich die „Ressourcen-Wirtschaft“ sich gegenseitig effiziiert spielen – was ich aber nicht kannte. Nix von „jedem seine Siedlung“ – Nein: Industriezeitalter – hehe, oder so.

Nun, dies war dann ein eher kurzes Spiel, weil ich schlicht keinen „Plan“ davon hatte, wie man sich gegenseitig so organisiert hätte „pushen“ können.

Ich spiele es seither eher wieder ehm … „normal“ ?

Vielen von euch wurde in den letzten Wochen bestimmt klar: „Die Siedler“ ist eine Reihe von relativ ruhigen Aufbaustrategiespielen, man kann sich Zeit lassen und muss sich nicht beeilen wie in anderen Spielen. Wenn man aber gleichzeitig ein schnelleres Spiel mit mehr Wettbewerb erleben wollte, bot sich die Gelegenheit eindeutig ebenfalls.

Mit diesem kurzen Blick auf den Multiplayer-Modus von Die Siedler 7 nähern wir uns bereits dem Ende unserer kurzen Nostalgiereise. Wir haben festgestellt, dass mit allen Spielen der Siedler-Reihe positive Erinnerungen verbunden sind, und das trotz der unbestreitbaren Änderungen im Laufe der Jahre, weshalb Spieler unterschiedliche Favoriten wählten.

Vielen Dank, dass ihr eure Geschichten und euren tollen Enthusiasmus bezüglich der History Collection und dem neuen von uns angekündigten „Die Siedler“ mit uns geteilt habt. Wir freuen uns, in den nächsten Wochen und Monaten mehr „Siedler-Kram“ mit euch zu besprechen und vielleicht sogar das eine oder andere Multiplayer-Spiel zu spielen.

Wie hat euch diese Nostalgiereise gefallen? Erfreut ihr euch bereits der History Collection?

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Interview: Keralis

Wir haben uns mit Keralis zusammengesetzt, er macht nicht nur YouTube-Videos zu Strategie- und Aufbauspielen, sondern ist auch ein „Die Siedler“-Fan. Wir haben ihm eine Menge Fragen zu seinem Kanal und seinem persönlichen „Die Siedler“-Werdegang gestellt. Er stellt sich selbst vor, also stürzen wir uns direkt ins Interview!

Hallo, Keralis, ich hoffe, es geht dir gut. Es ist uns eine Ehre, dich heute interviewen zu dürfen. Fangen wir für die Leute, die dich noch nicht kennen, am besten mit den „Standardfragen“ an: Wer bist du und worum geht‘s bei dieser YouTube-Nummer?

Mein Name ist „Keralis“, und ich bin ein 37-jähriger YouTube-Content-Produzent aus Schweden mit polnischen Wurzeln. Ich spiele eine Vielzahl von Spielen, aber meine Leidenschaft sind kreative, Strategie-, Stadtbau- und Simulationsspiele. Zum Beispiel Anno, Cities: Skylines, Planet Coaster oder Tropico, um nur einige zu nennen.

„Diese YouTube-Nummer“ ist eine verrückte Art, etwas mit anderen zu teilen, eine Community aufzubauen und sogar seinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Viele meiner Freunde können kaum nachvollziehen, warum jemand anderen Leuten beim Spielen von Videospielen zuschaut und diese dann sogar Geld damit verdienen. Es ist schwer zu erklären, aber ich schätze, dass viele einfach keine Lust mehr auf die Mainstream-Medien haben und sowohl YouTube als auch Twitch hervorragend für „Zweiweg-Kommunikation“ geeignet sind. Die Zuschauer fühlen sich als Teil von etwas, und dieses Gefühl bietet ihnen das klassische Fernsehen selten.

Wann hast du angefangen, Inhalte für YouTube zu produzieren? Wie ging es los?

Ich habe vor etwa sieben Jahren angefangen, YouTube-Videos zu produzieren. Damals hatte ich nicht die Absicht, dem Kanal zu Wachstum zu verhelfen oder ein Publikum für meine Videos zu gewinnen. Das war alles ein glückliches, kleines Versehen.

Die Geschichte begann, als der Battlefield-Klan, dem ich angehörte, einen Minecraft-Server für die Community kaufte und viele der Spieler statt dieses intensiven und erwachsenen First-Person-Shooters plötzlich in einer friedlichen Welt mit Blöcken bauten. Zu Beginn war ich äußerst skeptisch, aber da ich schon immer eine Leidenschaft für Lego hatte, gab ich nach und schloss mich den anderen an. Ich baute ein riesiges Minecraft-Hotel und wollte es im Community-Forum zeigen. Also nahm ich ein Video auf, lud es bei YouTube hoch und postete den Link im Forum. Als ich einige Monate später bei YouTube herumstöberte, bemerkte ich, dass mein Minecraft-Hotel-Video über 100.000 Views hatte. Und das war der Startschuss! Ich begriff, dass es vielleicht möglich war, Videospiele zu spielen und ein Publikum daran teilhaben zu lassen. Nie hätte ich mir träumen lassen, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber genau das ist nun seit sechs Jahren der Fall.

Aktuell geht es auf deinem Kanal vor allem um Strategie-, Aufbau und Simulationsspiele. Früher hast du Videos über The Witcher 3 oder Sniper Elite 4 gemacht. Hast du dich aktiv für andere Inhalte entschieden oder hat das eher etwas mit deiner Stimmung zu tun?

Ich träume davon, viele verschiedene Spiele zu teilen, aber wenn man basierend auf bestimmten Spielgenres eine Community aufgebaut hat, ist das schwierig. Ich war schon immer recht kreativ und teile diese Seite von mir mit meiner Community, indem ich Video-Tutorials hochlade oder einfach ansprechende Dinge zeige, die ich in verschiedenen Spielen geschaffen habe. Natürlich bilden der Bau einer realistischen Stadt in Cities: Skylines und eine Kill-Montage in Sniper Elite 4 einen ziemlichen Gegensatz, aber letztendlich poste ich, was mir Spaß macht.

Wir haken nach: Gibt es Spiele, die du privat spielst, aber nicht auf deinem Kanal zeigst? Oder gibt es vielleicht sogar ganze Genres (zum Beispiel … Rennspiele), die du ausschließlich privat spielst?

Tatsächlich spiele ich eine Reihe von Spielen, die ich nicht mit meinen Zuschauern teile. Ihr habt in der vorherigen Frage The Witcher 3 erwähnt. Das war eines dieser Spiele, bei denen ich überlegt habe, ob ich eine Videoreihe dazu mache oder nicht. Das Spiel hat so viel Tiefgang, und im Spiel gibt es so viele Bücher, die die Hintergrundgeschichte erzählen.

Das Publikum würde sich zu Tode langweilen, wenn ich all das lese, aber für mich hat dieser Hintergrund etwas Magisches. Also habe ich eine für YouTube geeignete Reihe gemacht. Im Anschluss habe ich das Spiel dann für mich selbst erneut gespielt und nur für das Lesen aller Hintergrundinfos viermal so lange gebraucht. Ich habe auch einen schrägen Hang zu Fußballmanager-Spielen. Das hat auf dem Amiga 500 angefangen und zieht sich bis heute durch.

Deine Inhalte basieren zum größten Teil auf Einzelspielermodi. Wie wichtig ist dir der Multiplayer in einem (Aufbau-)Strategiespiel? Spielst du irgendwelche Spiele, über die du Videos machst, im Multiplayer?

Ja, ich produziere zum Großteil Einzelspielerinhalte, aber der Multiplayer ist durchaus wichtig und macht auf jeden Fall Spaß! Wie könnte ich all die Netzwerkpartys meiner Jugendzeit vergessen, auf denen Age of Empires und Warcraft gespielt wurden? Allerdings habe ich diese Spiele in letzter Zeit kaum gespielt, und meine letzte Multiplayer-Videoreihen habe ich zu ARK: Survival Evolved und Conan Exiles gemacht. Bei denen ging es mir allerdings hauptsächlich um kreativen Basisbau. Allerdings wäre ich super gerne Teil einer Aufbaustrategiereihe mit anderen YouTubern. Zum Beispiel wäre es der Wahnsinn, Anno 1404 im Multiplayer zu zocken

Wie du dir wahrscheinlich schon gedacht hast, kommen wir hier um das Thema „Die Siedler“ kaum herum. 😉

Beginnen wir also mit der naheliegendsten Frage: Welches „Die Siedler“-Spiel war dein erstes?

Mein erstes „Die Siedler“-Spiel bekam ich 1993 für den Amiga 500 zu Weihnachten!
Im Jahr darauf kauften wir unseren ersten PC, und Die Siedler war eines der ersten Spiele darauf!

Das weckt Erinnerungen! Da ich als Einzelkind aufgewachsen bin, habe ich viele Stunden mit Computerspielen verbracht!

Da du mit der Reihe ja ziemlich vertraut bist: Welche drei Dinge verbindest du mit „Die Siedler“?

  1. YEP! Die YEPs, der fantastische mittelalterliche Soundtrack und das Vogelgezwitscher sind einfach unvergesslich! (Die Siedler, 1993)
  2. Die niedlichsten Armeen, die jemals durch die Spielwelt gewuselt sind! Besonders die Römer in Die Siedler 3.
  3. Städtebau!

Erst vor wenigen Monaten haben wir einen neuen Titel der Reihe angekündigt. Über welchen Aspekt des neuen „Die Siedler“-Spiels möchtest du mehr erfahren, beziehungsweise welcher Aspekt interessiert dich am meisten?

Mich interessiert kein bestimmter Einzelpunkt, da das gesamte Spiel im gamescom-Trailer und im Prä-Alpha-Gameplay-Material großartig aussieht. ICH WILL DAS SPIEL! SOFORT! Bitte lasst mich nicht warten. Es tut weh! PS: Das bezieht sich auch auf ANNO 1800!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast, Keralis. Wir freuen uns, dich bei uns zu haben. 🙂

Und wenn ihr, liebe Fans, diesem wunderbaren Herrn beim Zocken zusehen wollt, besonders bei Die Siedler 1, dann schaut euch seinen Kanal an und lasst ihm ein Abo da:

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[Guide] Die Siedler II History Edition

Nachdem wir Ubi-Thorlof und Ubi-Guddy beim Spielen beobachtet haben, wird es jetzt Zeit, einige Tipps und Tricks mit euch zu teilen und euch kurz zu erklären, wie ihr im Karteneditor von Die Siedler 2 – History Edition selbst eine Karte erstellen könnt.

Beginnen wir mit einigen allgemeinen Tipps für Die Siedler 2:

1. Produktion:

Egal, was ihr produzieren möchtet, ihr benötigt die entsprechenden Gebäude dafür. Um ein Gebäude zu bauen, braucht ihr einen Standort. Am schnellsten könnt ihr herausfinden, ob ihr einen geeigneten Standort habt, wenn ihr mit der Leertaste das Bauhilfemenü aufruft. Ist dieses aktiv, seht ihr auf einen Blick, welches Gebäude an welcher Stelle gebaut werden kann. Klickt einfach auf das Symbol und entscheidet dann im „Aktivitäten“-Fenster, welches Gebäude ihr errichten möchtet.

Tipp: Denkt daran, dass jede Produktionsstätte qualifiziertes Personal mit dem entsprechenden Werkzeug für den Beruf benötigt. Achtet darauf, dass die Produktion der Werkzeuge mit dem Bedarf übereinstimmt.

2. Setzt möglichst viele Fahnen:

Die Fahnen kennzeichnen die Knoten eures Straßennetzwerks. Güter werden von Trägern, die sich zwischen zwei Fahnen hin- und herbewegen, befördert. Je kürzer diese Strecke ist, desto schneller kehren die Träger wieder an ihren Ursprungsort zurück, um die nächsten Güter aufzunehmen.

Tipp: Staus können auf zwei Arten aufgelöst werden, ohne einen Umweg bauen zu müssen. Versucht, eine bestehende Straßenstrecke wenn möglich mit weiteren Fahnen zu versehen. Auf diese Weise kann die Transportkapazität dieser Straße um ein Vielfaches erhöht werden. Züchtet Esel. Esel begeben sich automatisch zu den stark belasteten Transportwegen, um die dortige Kapazität zu erhöhen.

3. Wie bereite ich mich am besten auf einen Angriff vor?

Zuerst müsst ihr erkunden. Je tiefer ihr ins gegnerische Gebiet blicken könnt, desto präzisere Gegenmaßnahmen könnt ihr planen. Der Aussichtsturm eignet sich am besten als Erkundungswerkzeug. Mit ihm könnt ihr die Standorte der gegnerischen Militärgebäude sehen. Und genau diese Militärgebäude werdet ihr jetzt auch benötigen.

Tipp: Denkt gut darüber nach, wo ihr jedes einzelne Gebäude platziert. Solange keine gegnerischen Nationen in Sichtweite sind, sollte man es sich genau überlegen, ob man die enorme Menge Rohstoffe für eine Festung investieren will. Und gleichzeitig wäre es völlig sinnlos, eine einzelne kleine Kaserne an einer extrem verstärkten Grenze zu einem Gegner zu errichten. In diesem Fall solltet ihr sofort eine Festung und ein Katapult bauen.

Genug Tipps. Öffnen wir den Karteneditor. Ihr könnt den Karteneditor ganz einfach in Uplay öffnen – dazu müsst ihr nur eure bevorzugte Sprache wählen und los geht’s.

Map / World Editor

Mit dem Welterschaffungswerkzeug könnt ihr eure erste rudimentäre Karte mit einem Klick erstellen.

Ihr könnt die Breite und Höhe der Karte, die Landschaft (Grünland, Ödland und Winterwelt) und die Grundfläche auswählen. Nachdem ihr auf „Welt erschaffen“ geklickt habt, wird eine neue, aber leere Karte mit euren gewählten Einstellungen erstellt.

Vor den nächsten Schritten macht ihr euch am besten mit den Möglichkeiten im Editor vertraut:

  • Höhenanpassung: Verändert die Höhe des Terrains.
  • Terrainfelder: Fügt eurer Karte unterschiedliche Gebiete hinzu (z. B. Wasser, Lava, Berge, Schnee). Ihr werdet Berge für Rohstoffe wie Gold, Kohle, Eisen usw. benötigen. Die Symbole in der rechten oberen Ecke verraten euch, ob ihr darauf Gebäude bauen könnt, ob sich das jeweilige Terrain dann für Minen eignet, tödlich ist (z. B. Lava) oder ob ihr nur Fahnen platzieren könnt (z. B. Wüste).
  • Bäume: Wählt aus verschiedenen Bäume aus.
  • Rohmaterialien: Platziert Rohstoffe in euren Bergen.
  • Landschaftsobjekte: Fügt Granit (wichtig für Stein) und andere Dekorationen hinzu.
  • Tiere: Platziert verschiedene Tiere (wichtig für Jäger).
  • Spieler: Wählt die Anzahl der Spieler aus, die ihr auf der Karte haben möchtet, und deren Startpositionen.
  • Kleine, mittlere, große Gebäude: Überprüft, welche Gebäude an bestimmten Stellen gebaut werden können.
  • Welt: Lasst euch eine Übersicht über eure Karte anzeigen.
  • Neue Welt erschaffen
  • Optionen
    • Weltname: Gebt eurer Welt einen schönen Namen.
    • Erschaffer: Name des Erstellers dieser Welt.
    • Welt einladen & Welt speichern
    • Welt prüfen: Überprüft, ob noch etwas fehlt und ob alle Spieler eine Startposition haben.
    • Bild speichern: Gewährt anderen Spielern einen Einblick in eure Karte.
    • Editor verlassen

Steuerung:

  • Umschalttaste: Wenn ihr die Umschalttaste drückt, könnt ihr die Menge eurer bereits platzierten Rohstoffe oder die Höhe des Terrains verringern.
  • Steuerungstaste: Mit der Steuerungstaste entfernt ihr Bäume, Landschaftsobjekte und Tiere.
  • Leertaste: Durch Drücken der Leertaste aktiviert/deaktiviert ihr das Gebäudemenü.
  • 1 – 4/Plus, Minus: Verändert die Größe eures Mauszeigers.

Ab jetzt obliegt das Aussehen eurer Karte ganz euch. Wenn ihr auch die Ubi-Thorlof Troll Map ausprobieren wollt, dass ist die Karte die wir im Stream gespielt haben, könnt ihr sie einfach mit einem Klick auf das Bild unterhalb herunterladen herunterladen und ausprobieren. Ihr müsst dafür noch warten bis die History Collection veröffentlicht wurde.

(Click on the image to download the map)

Habt ihr ebenfalls Tipps für neue Kartenersteller auf Lager? Worauf sollte man sich beim Erstellen einer neuen Karte konzentrieren? Gibt es noch etwas anderes, auf das geachtet werden muss? Habt ihr jemals eine Karte erstellt oder habt ihr das vor? Teilt es uns in den Kommentaren unten mit.

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Das war die gamescom 2018 in Köln

Alle Jahre wieder geht die gamescom in Köln zu Ende und wir haben natürlich einiges von der Messe zu berichten.

Am 21. August circa 11:30 Uhr betraten Siedlererfinder Volker Wertich und Ubisoft Blue Byte Managing Director Benedikt Grindel die Bühne. Zum 25-Jährigen Jubiläum von Die Siedler wurde ein Re-Release von Die Siedler 1 – 7 angekündigt. Für alle Liebhaber und Fans erscheint die History Collection – Ein Bundle aller Titel in einer Version. Die Siedler 1 History Edition wurde bereits auf Uplay veröffentlicht, für alle weiteren Teile solltet ihr euch den 15. November im Kalender vormerken.

Aber das war noch nicht alles! Ein neues Die Siedler ist in Arbeit und wurde erstaunten Gästen zum ersten Mal präsentiert.

Volker Wertich: „Es war für mich ein sehr bewegender Moment 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung von den Siedlern den neuen großen Nachfolger live auf der GamesCom-Pressekonferenz anzukündigen. Das ganze Team hat in den letzten zwei Jahren sehr hart daran gearbeitet und man kann das überall in den liebevollen Details, der fantastischen Grafik und den durchdachten Spielsystemen sehen.

Ab 12 Uhr konnte man im Ubisoft Business Center dann eine Hands-Off Demo, vorgeführt und erklärt von verschiedenen Mitgliedern des Teams, bestaunen.

Natürlich hatten wir noch mehr! Wir haben zeitgleich die „Die Siedler Allianz“ Webseite online gestellt. Die Webseite ist unser Weg um mit euch Informationen zu teilen, neue Features vorzustellen und zu kommunizieren. Wir wollen von euch hören, was euch gefällt und was ihr euch von den alten Teilen wünscht. Euer Feedback und eure Rückmeldungen sind uns enorm wichtig! Grundlegend kann man sagen: Wir möchten euch die Chance geben, einen Einblick in die Entwicklung zu erhalten.

Volker Wertich: „Die ersten Rückmeldungen auf unserer Community-Webseite und allen anderen Plattformen sind überwältigend positiv, ich möchte mich herzlich bei allen Interessierten, aktuellen und zukünftigen Siedler-Spielern an dieser Stelle bedanken. Ich kann Euch versichern, dass wir Eure Reaktionen und Wünsche sehr aufmerksam verfolgen und dies auch weiterhin tun werden. Eure breite Unterstützung gibt uns einen zusätzlichen Schub an positiver Energie, damit wir für Euch eine neue Dimension des einzigartigen Siedler-Spielerlebnisses entwickeln.

Für diejenigen, die keinen Termin im Business Center ergattern konnten, waren wir auch in der Ubisoft Lounge anzutreffen. Community Developer Dominique „Ubi-Barbalatu“ Falkenberg erzählte dort von der History Edition und präsentierte dort als Weltpremiere das neue Die Siedler. Es wurde viel über die alten Teile gefachsimpelt, aber auch Fragen zum neuen Titel gestellt. Als besonderes Highlight schaute auch Volker Wertich vorbei. Er wollte sich höchstpersönlich einen Einblick verschaffen, was Fans, Veteranen und Spieler über das neue Spiel denken.

Die Reaktionen von Spielern und Presse war geprägt von positiver Überraschung und großer Vorfreude und wir könnten nicht glücklicher darüber sein. Aber natürlich wollen wir uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Das Jahr ist kurz und wir haben viel vor uns. Unzählige Kommentare und Rückmeldungen sind eingetroffen, diese müssen gelesen und beantwortet werden und wir wollen euch natürlich auch mit neuen Informationen versorgen. Nächste Woche werden wir uns mit Volker zusammensetzen, um einige der brennendsten Fragen zu beantworten.

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